Human Design Zentren

Human Design Zentren

Wenn Du möglichst schnell und mühelos Human Design verstehen lernen willst, dann brauchst Du einen Plan; einen Reiseführer. Einen idealen Startpunkt hierfür bietet zum Beispiel Dein eigenes Chart. So hast Du von Anfang an einen persönlichen Bezug zu dem Thema.

Dieser Artikel bietet Dir viele "Sprungpunkte" (Links) zu tieferen Erklärungen. Arbeite Dich langsam vor, indem Du diesen Artikel erst einmal komplett liest und erst danach einzelne Punkte in der Tiefe ergründest.

So verzettelst Du Dich nicht und folgst immer einem roten Faden, der Dir letztlich dabei helfen wird, Human Design zu verstehen.

Sei Dir bewusst: die Reise wird lang. Aber auch faszinierend, spannend und vor allem sehr lohnenswert!

Du bist kein Rätsel, alles liegt offen vor Dir – in Deinem Chart.
Falls Du noch keines hast, hier kannst Du es kostenlos sofort generieren:

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Dein Chart im Human Design verstehen

Die Körpergrafik ist Deine Landkarte und Dein innerer Schaltplan in einem.
Eine kluge Mischung aus altem Wissen und moderner Forschung. Verschiedene Sprachen, ein gemeinsamer Sinn.

Um Human Design verstehen zu lernen, benutzen wir jetzt mal eine ganz einfache Sprache, ein simples Bild:

In Deinem Chart kannst Du den Fluss der Energien in Deinem inneren Schaltplan nachvollziehen. Stell es Dir vor wie der Schaltplan von einem Computer. Es gibt hier 9 Platinen (die Zentren), auf denen 64 Chips (die Tore) installiert sind.

Die Zentren können definiert sein, dann sind sie im Chart farbig dargestellt. Dies bedeutet, dass die Energie hier in einer ganz bestimmten Art und Weise fließt; wir sagen "fix und zuverlässig". Hier fließt die Energie immer.

Andere Zentren im Chart sind undefiniert oder offen, in beiden Fällen sind sie in Deinem Chart weiß dargestellt. Das Zentrum gilt als "offen", wenn kein Tor darin definiert ist und als "undefiniert", wenn es zwar weiß ist, aber definierte Tore aufweist. (Dann sind die Tore selbst farbig markiert.)

Denke immer daran, dass Du jedes der 9 Zentren und jedes der 64 Tore besitzt; sie wohnen alle in Dir. "Ich habe ein undefiniertes Kehlzentrum" ist korrekt, wenn das Kehlzentrum weiß ist. "Ich habe kein Kehlzentrum" ist falsch. Es funktioniert nur auf andere Art und Weise.

Tore im Human Design verstehen

Sie lassen sich in Deinem Schaltplan (Körpergraphik) wunderbar lesen.
Im Zusammenspiel entsteht ein klares Bild davon, wie Deine Energie funktioniert, welche Anlagen Du mitbringst und wie einzigartig Du bist.

Ähnlichkeiten zu anderen Menschen gibt es immer, identisch wirst Du nie sein, da niemand die gleiche DNA mitbringt. Selbst Zwillinge weisen Unterschiede in den Aminosäuren auf.
Human Design ist die Wissenschaft der Differenziertheit und das nimmt sie sehr ernst: keine Typisierung, keine Schubladisierung wie aus so vielen Persönlichkeitserkennungstests bekannt ist, sondern ganz weit weg davon! Denn Human Design optimiert nicht Deine Persönlichkeit, sondern bringt sie unverfälscht wieder zum Vorschein.
Ein großer Unterschied!

Link: Hier erfährst Du mehr über die einzelnen Tore.

Zentren im Human Design

Die großen Knotenpunkte, durch welche die Energie in Dir fließt, heißen im Human Design Zentren. Wir haben neun unterschiedliche davon in uns, aber nicht alle sind dauerhaft aktiviert (nur die im Chart farbig unterlegten).
Konstante Energie fließt nur durch die definierten Zentren, d.h. zwischen ihnen muss ein Kanal laufen, an dessen Ende jeweils ein Tor aktiviert ist – ansonsten kann kein Kanal und kein aktiviertes Zentrum entstehen.
In den nicht aktivierten Zentren (geometrischen Figuren) steht Dir die Energie nicht dauerhaft zur Verfügung. Das ist kein Fehler und nichts Negatives, sondern Du hast genau die innere Konstruktion, die für Dich und Dein Leben perfekt ist.

Wer das zu nutzen weiß, ist klar im Vorteil und wird von anderen oft für sein „vermeintliches“ Glück beneidet.

Die 9 Zentren auf einen Blick

Jedes Zentrum hat seine eigene Aufgabe, auf die wir im Einzelnen eingehen werden. Dazu gibt es jedoch auch Gruppen von Zentren, die bestimmte Eigenschaften haben:

(Klicke ein Zentrum an, wenn Du sofort dorthin springen willst.)

3 Bewusstseins-Zentren:

1 Manifestations-Zentrum:

1 Identitätszentrum:

Die 9 Human Design Zentren im Einzelnen

Wurzelzentrum

Das Wurzelzentrum ist gleichzeitig ein Druck- und ein Motorzentrum. Sein Thema ist das Überleben. Es liefert uns die Energie, aber auch den Druck, um alles zu tun, damit unser Überleben gesichert ist.

Der Anblick des berühmten Säbelzahntigers lässt dieses Zentrum das Adrenalin bereitstellen, welches wir für die sofortige Reaktion benötigen. Explosionsartig können wir aus dem Schlaf heraus in die totale Leistungsbereitschaft gehen, kämpfen oder fliehen.

Aber auch der Druck, andere Grundbedürfnisse zu bedienen, wie Nahrung, ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Rückzugsmöglichkeiten oder Schutz kommt aus dem Wurzelzentrum. Der Umgang mit Stress wird hier geregelt, der sich dadurch ergibt, wie auch aus Situationen, die neu für uns sind und Anpassung erfordern, die Kraft um Hindernisse zu überwinden. Auch der berufliche Überlebenskampf und der Drang nach persönlicher Weiterentwicklung sind hier verortet. Welche Bedürfnisse uns besonders wichtig sind, wird dadurch definiert, welche Kanäle und Tore in diesem Zentrum aktiv sind.

Wenn das Wurzelzentrum im Gleichgewicht ist, dann fließt unsere Lebensenergie; wir fühlen uns lebendig und ausgeglichen. Herrscht hier ein Ungleichgewicht, dann können Druck und Stress drohen uns zu überwältigen.

Ein definiertes Wurzelzentrum ist dafür ausgelegt, mit Druck und Stress gut umgehen zu können. Diese Menschen können in stressbehafteten Berufen arbeiten, ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen, wie z.B. bei der Feuerwehr, bei der Polizei, im Krankenhaus oder auch als Manager.

Ist das Wurzelzentrum offen, dann ist seine Arbeitsweise nicht festgelegt. Wir sind dann offen für Stress und Druck aus der Umgebung, den wir schnell für unseren eigenen halten können. Das kann dazu führen, dass wir versuchen dieser Gefühle durch ständige Aktivität Herr zu werden – bis zur totalen Erschöpfung. Das Lernfeld ist hier, sich den äußeren Stress nicht zu eigen zu machen, um gesund zu bleiben.

Sakralzentrum

Sakralzentrum

Das Sakralzentrum ist ein Motorzentrum und stellt permanent Energie zur Verfügung für „fruchtbare“ Schaffenskraft. Dies gilt sowohl für Arbeit wie auch für Sexualität und Fortpflanzung. Dieses Zentrum definiert die Generatoren und Manifestierenden Generatoren, die aus diesem Zentrum ihre Kraft und Ausdauer erhalten und zusammen (mit etwa 70%) den Großteil der Weltbevölkerung ausmachen.

Diese Energietypen können also permanent tun und schaffen, ohne daran Schaden zu nehmen. Doch hierfür gibt es eine Bedingung: Generatoren und MGs müssen sich das „Okay“ von ihrem Sakralzentrum einholen, damit die Energie für die entsprechende Tätigkeit auch zur Verfügung gestellt wird. Gehen diese Typen mit Freude und Begeisterung in ihrer Tätigkeit auf, dann können sie unermüdlich und ohne Unterlass an ihrem Projekt arbeiten und sich bis zur Fertigstellung darauf konzentrieren.

Ein „Nein“ des Sakralzentrums jedoch macht die Arbeit zäh und schwierig, dann arbeiten diese Energietypen gegen ihre Gesundheit. Die Energie wird produziert, steht jedoch nicht zur Verfügung und staut sich auf, was langfristig zu Frustration und zum Ausbrennen führt.

Für welche Arten von Tätigkeiten die sakrale Energie zur Verfügung steht, wird maßgeblich über die aktiven Tore und Kanäle des Zentrums vorgegeben.

Ist das Sakralzentrum offen, dann wurdest Du nicht dafür geschaffen, permanent zu arbeiten. (Das heißt nicht, dass Du es nicht kannst.) Du nimmst dann die sakrale Energie aus Deiner Umgebung auf, mit der Du dann auch durchaus arbeiten kannst, hast hierdurch jedoch auch oft das Gefühl, Deine Leistungsfähigkeit beweisen zu müssen. Ein Workaholic hat also nicht unbedingt ein definiertes Sakralzentrum, sondern folgt stattdessen dem trügerischen Bedürfnis, seinen Wert über den maßlosen Aktivitätsdrang zu demonstrieren. Das Ausbrennen ist vorprogrammiert. Das Lernfeld ist hier, die eigenen Grenzen zu erkennen – „genug ist genug“.

Solar Plexus

Solar Plexus

Der Solar Plexus ist das Emotionalzentrum, ein Bewusstseinszentrum und gleichzeitig ein starker Motor, der permanent Energie in Form von emotionalen Wellen erzeugt. Wenn es definiert ist, dann ist es auch automatisch Deine innere Autorität.

Die emotionalen Wellen sorgen für Hochs und Tiefs, die ihre Ursache nicht im Außen haben, sondern einfach das energetische Produkt dieses Motors sind. Wenn Du also ein definiertes Solar Plexus hast, dann suche nicht nach den Gründen dafür, dass Du scheinbar wahllos von der Begeisterung in die Trauer fällst und wieder zurück – denn so funktioniert dieser Motor eben. Auch lassen sich diese Emotionen nicht einfach abstellen – der Motor läuft.

Ist das Zentrum bei Dir definiert, dann wirst Du automatisch maßgeblich die Stimmung Deiner Umgebung prägen und die Menschen mal begeistern und mal nach unten ziehen. Wenn Du dies verhindern möchtest, dann teile den Menschen um Dich herum mit, dass Du gerade dieses Hoch oder Tief erlebst, damit sie damit umgehen können. Sei Dir jedoch vor allen Dingen bewusst darüber, dass Du diese Emotionen haben „darfst“, Du musst Dich dafür nicht entschuldigen und Du musst Dich bei einem Tief auch nicht isolieren, um andere zu schützen. Lebe!

Triff aber nach Möglichkeit keine wichtigen Entscheidungen aus der emotionalen Welle heraus. In einem Augenblick verspürst Du ein unbedingtes „Ja“, im nächsten Moment das „Nein“. Warte stattdessen die emotionale Welle ab. (Faustregel: Eine Nacht darüber schlafen.) Wenn die Welle abflaut, entsteht Dein „Moment der Klarheit“, der Dir zur richtigen Entscheidung verhelfen wird.

Menschen mit einem offenen Emotionalzentrum nehmen ihrerseits die Emotionen aus ihrer Umgebung auf und können diese sogar verstärken. Dabei ist ihnen oft gar nicht bewusst, dass dies nicht ihre eigenen Emotionen sind, die sie aufnehmen und wiederspiegeln. Diese äußeren emotionalen Einflüsse können überwältigend sein für diese Menschen, weswegen sie diese gerne verdrängen und „eine Maske aufsetzen“, um keine Belastung für ihre Umgebung zu sein. Sie wollen es oft allen Recht machen, scheuen daher Konflikte und Konfrontationen – mehr als es gut für sie ist. Das Lernfeld ist hier, sich trotz des inneren Unwohlseins diesen Konflikten zu stellen, um sie lösen zu können.

Herzzentrum / Egozentrum

Egozentrum

Das Egozentrum ist der Motor für die Willenskraft. Menschen mit einem definierten Egozentrum haben auch dann ein besonderes Durchhaltevermögen, wenn sie einer Tätigkeit nachgehen, die sie zwar nicht tun wollen, die aber getan werden muss. So können im besonderen Maße auch Ziele verfolgt werden, deren Weg unangenehm ist. Menschen mit einem definierten Ego sind im Normalfall gut in geschäftlichen Bereichen, sie sind sich ihres Wertes bewusst und haben den nötigen Ehrgeiz. Hier liegt aber auch das Bedürniss, Versprechungen und Zusagen unter allen Umständen einzuhalten.

Das Ego stellt sich die Fragen: Was will ich? Was steht mir zu? Wie kann ich das erreichen? Hier liegt der gesunde Egoismus – aber auch der übertriebene Machtanspruch anderen gegenüber, wenn dieses Zentrum nicht im Gleichgewicht ist.

Obwohl dieses Zentrum ein Motor ist, ist es nicht für den dauerhaften Einsatz gedacht. Verfolge Dein Ziel, erreiche es – und ruhe Dich aus, bevor Du das nächste Ziel anvisierst, das nur mit Willenskraft zu erreichen ist. Die meisten Menschen besitzen mehr Motorzentren als nur das Herzzentrum und sollten dann auf deren Energien zurückgreifen. Wenn es jedoch Dein einziger Motor ist, dann teile Dir Deine Ressourcen gut ein und sorge für Erholung zwischendurch. Missachtung der notwendigen Ruhepausen kann Herzprobleme verursachen, auch die Verdauung kann in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ebenso wie das Sakralzentrum steht die Energie des Egozentrums nicht wahllos für alle Tätigkeiten zur Verfügung. Erscheint das Ziel nicht lohnenswert, sieht auch das Egozentrum nicht ein, seine Energie hierfür bereitzustellen.

Mit einem offenen Herzzentrum neigen wir dazu, uns ständig beweisen zu müssen. Wir koppeln unseren Selbstwert dann oft an unsere Leistungen – besonders an die, welche einen starken Willensaufwand erfordern. „Gib her, das mache ich auch noch“, ist dann ein ungesunder Leitsatz. Und oftmals handeln wir dann nicht einmal im eigenen Interesse, was dazu führen kann, dass auch eine entsprechende Gegenleistung oder Anerkennung ausbleibt – was wieder dafür sorgt, dass wir uns noch mehr anstrengen. Das Lernfeld ist hier, dass der eigene Wert nicht von unseren Leistungen abhängt und wir auch mal „5 gerade sein lassen“ dürfen.

Milzzentrum

Milzzentrum

Das Bewusstseinszentrum Milz hat, genau wie das Wurzelzentrum, das Überleben zum Thema. Doch hier geht es um das Überleben in der Interaktion mit dem Außen: Verteidigung gegen äußere Einflüsse, intuitives Erkennen akuter Gefahren, Instinkt.

Hier sitzt das Immunsystem wie auch die innere Stimme, die uns in kritischen Situationen vor Gefahren warnt – auch vor solchen, die wir bewusst noch gar nicht wahrgenommen haben. Denn das Milzzentrum ist unsere ureigenste Körperintelligenz und unser ältestes Überlebenssystem.

Die Warnungen des Milzzentrums sind leise und kommen nur ein einziges Mal. Wir tun gut daran, achtsam zuzuhören und sofort zu reagieren, selbst wenn wir keine Logik in der Warnung erkennen. Unsere Körperintelligenz nimmt unsere Umgebung ungefiltert wahr – unserem Verstand wird nur ein winziger Bruchteil dieser Informationen präsentiert. Wenn unser Milzzentrum definiert ist, dann besitzen wir diese warnende Stimme zuverlässig auf die Art, wie die Kanäle und Tore in ihr definiert sind. Auch ein offenes Milzzentrum kann uns warnen, aber weder zuverlässig noch immer auf die gleiche Weise. Es kann nicht nur vor akuter Lebensgefahr drohen, sondern vor allen Situationen, die uns nicht gut tun.

Hast Du ein Milzzentrum als innere Autorität, lebst Du eher im Hier und Jetzt. Damit bist Du flexibel im Handeln, solange Du Dich nicht an langfristig festgelegten Abmachungen und Projekten orientieren musst. Vermeide diese, wenn möglich.

Ist Dein Milzzentrum offen, bist Du tendenziell nicht der spontane Typ, nicht so intuitiv und mit weniger Instinkt ausgestattet. Achte selbst auf Deine Gesundheit, um nicht dem Risiko ausgesetzt zu sein, eine warnende Stimme zu überhören. Generell musst Du auch darauf achten, Dich von toxischen Beziehungen fern zu halten und von Menschen, die Dir nicht gut tun. Das Lernfeld ist hier, selbst eine Achtsamkeit zu entwickeln, um diese Fallstricke zu umgehen.

G-Zentrum

G-Zentrum

Das G-Zentrum ist unser Selbst- und Identitätszentrum, ein innerer Kompass. Hier stellen sich die Fragen: „Wer bin ich?“ und „Wo will ich hin im Leben, was ist meine Richtung?“

Es ist das Zentrum des Selbst und der Selbstliebe, es beherbergt zudem 4 der 10 Tore der Liebe. Projektoren können dieses Zentrum sogar als innere Autorität besitzen – eine sanfte Führung, welche Dir ein unvergleichliches inneres Wissen und Gespür beschert.

Hier sitzt der magnetische Monopol; der Chauffeur, der uns durch das Leben manövriert und uns an Aufgaben, an Orte und zu Personen bringt, die gut für uns sind. Ja, tatsächlich sind wir nicht diejenigen, die am Steuer sitzen und den Kurs bestimmen, auch wenn es sich so anfühlt. Wir sind nur der Fahrgast, der vor allem die Fahrt genießen sollte. Allerdings können wir für „Autopannen“ sorgen oder für eine reibungslose Fahrt – dies hängt davon ab, ob wir unsere Strategie und innere Autorität leben oder nicht.

Ein offenes G-Zentrum hingegen geht einher mit einer Unsicherheit darüber, wohin es im Leben gehen soll oder wer man nun überhaupt ist in seinem Wesenskern, wenn alle gespielten Rollen einmal wegfallen. So orientiert man sich an Menschen, die einem Richtung und Bewegungsmoment zu verschaffen scheinen. Das Lernfeld ist hier, die Dinge offen auf sich zukommen zu lassen und flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Dann sind sie wie ein Chamäleon: Sie können überall sein und überall zu Hause sein, ihre Identität selbst bestimmen und alles tun, wonach ihnen das Herz schlägt.

Kehlzentrum

Kehlzentrum

Die Kehle ist unser Manifestationszentrum, das nicht nur für das gesprochene Wort, sondern für jede Form der Kommunikation und für unser Handeln zuständig ist.

Manifestoren wie auch Manifestierende Generatoren sind dadurch definiert, dass sie ein Motorzentrum mit dem Kehlzentrum verbunden haben. Dadurch sind sie prädestiniert zum Manifestieren; Dinge in die Welt zu bringen, Entwicklungen zu initiieren und voranzutreiben. Und sie können dies alleine und von sich aus, während alle anderen Energietypen hier auf andere Menschen angewiesen sind.

Die Art und Weise der Manifestationsfähigkeiten wird über die Tore und Kanäle festgelegt, die in diesem Zentrum wirken. Sie beantworten die Frage, wie der Energietyp Dinge in die Welt bringen kann, wie er erschaffen und kreieren kann. Die Art und Weise der Kommunikation wird außerdem darüber definiert, mit welchen anderen Energiezentren es verbunden ist.

Damit ein definiertes Kehlzentrum seine volle Kraft entfalten kann, ist es allerdings notwendig, dass die typgerechte Strategie gelebt und der inneren Autorität vertraut wird. Unsicherheiten sowie Druck von innen und von außen können zu unüberlegtem und vorschnellem Initiieren und Kommunizieren verleiten, was nicht die gewünschten Ergebnisse produzieren wird.

Dies ist insbesondere auch für das offene Kehlzentrum wichtig: Nicht dem Druck und der Unsicherheit nachzugeben, ständig sprechen oder handeln zu wollen. Insbesondere nicht, um Aufmerksamkeit auf sich lenken zu wollen, denn dieses Verlangen deutet darauf hin, eher sein Nicht-Selbst zu leben. Das Lernfeld ist hier, auch mal darauf zu warten, nach seiner Meinung gefragt zu werden und nicht zum Selbstzweck im Rampenlicht stehen zu wollen.

(Link: hier noch ein weiterer Blogbeitrag zum Kehlzentrum.)

Ajna

Ajna

Das Ajna ist das Zentrum des Denkens und Verstehens. Hier findet die Informationsverarbeitung statt; die Bildung von logischen Zusammenhängen und Erklärungen, was zu der Entstehung bestimmter Meinungen und Konzepte führt. Es ist (wie Milz und Solar Plexus) ein Bewusstseinszentrum. Zusammen mit dem Kronen- oder Kopfzentrum bildet es den Verstand.

Wenn das Ajna definiert ist, dann ist seine Denkweise fix und festgelegt entsprechend der in ihm aktiven Tore und der mit ihm verbundenen Kanäle. Es ist dann immer aktiv am Denken, immer auf der Suche nach Antworten und malt sich „was wäre, wenn“-Szenarien aus, hinterfragt und zweifelt. Ein solcher Verstand beeinflusst auch andere Menschen über die produzierten Ideen und Gedanken.

Ein offenes Ajna ist im besonderen Maße in der Lage, sich flexibel in die Gedankenwelten anderer Menschen hineinzuversetzen und sich der Denkweise anderer anzupassen oder auch diese zu übernehmen. Gleichzeitig besteht hier aber auch die Gefahr, sich auf die von außen aufgenommenen Denkweisen zu fixieren. Das Lernfeld ist hier, die geistige Flexibilität und unterschiedliche Denk- und Betrachtungsweisen zu bewahren. Auch kann sich hier eine mentale Unsicherheit einstellen, in welcher der eigene Verstand angezweifelt wird, gerade weil dem offenen Ajna eine fixe Arbeitsweise fehlt – die allerdings tatsächlich zur großen Stärke werden kann. Um Deinen mentalen Fokus zu stärken, frage Dich, welche Gedanken und Fragen wirklich wichtig sind für Dein Leben, um die Verstandesleistung nicht mit unnötiger „leerer Denkarbeit“ zu beschäftigen.

Ist Dein Ajna-Zentrum mit der Kehle verbunden, dann bist Du stets in der Lage, Deine eigenen Gedanken effektiv zu kommunizieren. Das bedeutet aber nicht, dass Du dies auch ständig tun solltest! Eine korrekte Handlungsweise ist stattdessen, auf eine Einladung zu warten, Dein Gedanken und Sichtweisen mitzuteilen. So ist Dir Aufmerksamkeit gewiss und Deine Aussagen werden bedacht.

Krone / Kopfzentrum

Ajna

Das Kronen- oder Kopfzentrum ist Dein Ort der Inspiration. Um neue Gedanken zu entwickeln, werden hier die Dinge in Frage gestellt, neue Lösungswege gesucht. Dies kann jedoch auch zu Verwirrung führen, denn die Krone ist ein Druckzentrum, das uns permanent zum Denken bewegen will. Es sucht die Beschäftigung. Und da ein definiertes Kronenzentrum auch immer mit einem definierten Ajna einhergeht, wird der Druck zum Denken auch hierhin weitergegeben.

Ein definiertes Kopfzentrum ist auch eine Quelle der Inspiration für andere Menschen, Ideen und Sinnfragen werden von hier aus auch an die Außenwelt weitergegeben.

Kopfkino und Gedankenkarussell können überhand nehmen. Sei Dir bewusst, dass die in Dir erzeugten mentalen Szenarien nicht grundsätzlich einen Spiegel der äußeren Realität darstellen, sondern lediglich Gedanken-„Spiele“ sind – genieße die Show und nimm den Verstand nicht zu ernst.

Der Verstand ist zwar ein sehr nützliches Werkzeug, ist jedoch nicht dazu gemacht, Entscheidungen zu treffen!

Für Entscheidungen höre auf Deine innere Autorität. Das will geübt sein: Denn nur eine Sekunde später kann sich der Verstand einschalten, verdrängt und übertönt die leise innere Stimme, versucht uns zu überreden, etwas anderes zu tun als wir ansonsten aus dem Inneren entschieden hätten. Und wie oft haben wir schon gesagt: „Hätte ich mal auf mein ursprüngliches Gefühl gehört“?

Nur der Mental-Projektor besitzt die „mentale Autorität“. Aber selbst hier besteht die korrekte Handlungsweise darin, die Ideen und Gedanken mit der Außenwelt zu reflektieren, bevor eine endgültige Entscheidung gefällt wird.

weiterführende Informationen zu den Human Design Zentren

In den Human Design Zentren sind die 64 Tore verortet, die Einfluss darauf haben, auf welche Art und Weise die Zentren arbeiten und Deine einzigartigen Fähigkeiten definieren.

Lies hier den Blogartikel über die Tore.

Human Design Tore

Human Design Tore

Mit dem Zeitpunkt Deiner Geburt sind Dir ganz bestimmte Eigenschaften, Potenziale und Fähigkeiten mitgegeben worden. Sie werden im Human Design Tore genannt. Diese Tore sind in unserem Chart an festen Positionen zu finden. Sie bestimmen mit, wie wir denken, fühlen und handeln. Unsere eigenes Chart und die Bedeutung der einzelnen Tore zu kennen, gehört zu den ersten Schritten, uns selbst besser zu verstehen sowie Konditionierungen zu erkennen, an denen wir anschließend arbeiten dürfen.

Maximal sind 26 Tore in Dir aktiviert – weniger, wenn die Tore doppelt oder mehrfach in Dir angelegt sind. (Weniger bedeutet nicht schlechter!) Natürlich gibt es weitaus mehr schon allein über die Tore zu wissen, als nur ihre Bedeutung und ihren Zustand in unserem Chart. Aber eins nach dem anderen.

die Tore im Human Design Chart

Es gibt 64 Tore im Human Design. Jedes Tor hat 6 Unterlinien.

Wie werden im Human Design Tore aktiviert?

Die Tore (inklusive ihrer Unterlinien) werden durch die Planetenkonstellationen aktiviert, die wir auch aus der Astrologie kennen. Dabei aktiviert jeder Planet zwei Tore: Die Design-Seite (die 13 Tore in der Liste links auf Deinem Chart) wurde 88 Tage vor Deiner Geburt festgelegt. Die Persönlichkeits-Seite (rechts auf Deinem Chart) entstand zum Zeitpunkt Deiner Geburt. Je nachdem, an welchen Positionen die Planeten zu diesen zwei Zeitpunkten standen, werden entsprechend die Tore definiert.

Sobald zwei Tore aktiviert werden, die sich auf gegenüberliegenden Seiten des gleichen Kanals befinden, wird dieser Kanal definiert. Jeder definierte Kanal bringt Dir weitere Potenziale und Fähigkeiten. Aber auch hier gilt nicht: Je mehr, desto besser. Dein Chart ist immer genau perfekt für Dich.

Jeder aktive Kanal wiederum definiert die zwei Zentren, welche er miteinander verbindet. Das sind die eingefärbten Zentren in Deinem Chart.

Wenn Du nun einen halben Kanal hast (zum Beispiel den Kanal von Tor 1 zu Tor 8) und Dich mit einer Person verbindest, welche die andere Seite des Kanals hat (also z.B. Du Tor 1 und die andere Person durch Tor 8), dann schließt Ihr Euch gegenseitig den Kanal und definiert auch für die Dauer dieser Verbindung die entsprechenden Zentren in Euch. Das nennt sich Elektromagnetismus.

Gemeinsam sind wir mehr als nur die Summe unserer Teile.

Human Design Tore sortiert nach Zentren

Hier geben wir einen ersten Überblick und präsentieren Dir eine Liste der Tore, geordnet nach den Zentren, in welchen sie zu finden sind, so dass Du sie leichter und schneller auffinden kannst, wenn Du nach einem bestimmten Tor und seiner Bedeutung suchst. Wenn Du mehr über ein bestimmtes Zentrum wissen möchtest, dann klicke einfach auf den Namen des Zentrums.

Krone

  • 64 Reflexion, Erfahrungen und Lehren
  • 61 Geheimnisse, innere Wahrheit
  • 63 Zweifeln und Prüfen

Ajna

  • 47 Begreifen, das Gesamtbild
  • 24 Innenschau, Selbsterkenntnis
  • 04 Problemlöser, Theorien für die Zukunft entwickeln
  • 17 Meinungen, Pläne für die Zukunft
  • 43 Einsicht, Ideen, Lösungen
  • 11 Friede, Ideen und Konzepte

Kehlzentrum

  • 62 Details und Übersicht
  • 23 Klarheit und Ausdruck
  • 56 Anregung und Geschichten
  • 35 Fortschritt und Veränderung
  • 12 Das Maß, die Vorsicht
  • 45 Sammlung, Führung, Verteilung
  • 33 Rückzug, Hören, Denken, Erinnern
  • 08 Beitragen, Zusammenhalten, Fördern
  • 31 Führung und Einfluss
  • 20 Gewahrsein, Betrachtung im Jetzt
  • 16 Kunstfertigkeit, Begeisterung
  • 01 Das Schöpferische
  • 13 Der achtsame Zuhörer
  • 25 natürliche Unschuld
  • 46 Entschlossenheit, Chancen erkennen
  • 02 Das Empfangende, innere Führung
  • 15 Das Extreme, Flexibilität
  • 10 Das authentische Selbst
  • 07 Strategie, Pläne und Ziele

Herz / Ego

  • 26 Taktik, die Abkürzung
  • 51 Wettbewerb, Siegeswille
  • 21 Kontrolle und Dominanz
  • 40 Alleinsein, Arbeit

Sakral

  • 05 Rhythmus, auf den Zeitpunkt warten
  • 14 Arbeitskraft, eigenes Schaffen
  • 29 Arbeitskraft, Verantwortung und Verpflichtung
  • 59 Anziehungskraft, Verführung, Bleibendes schaffen
  • 09 Fokus, Liebe zum Detail
  • 03 Veränderung, Vorbereitung auf Neues
  • 42 Wachstum und Abschluss
  • 27 Fürsorge, Nähren, Hegen, Pflegen
  • 34 Macht und Stärke
  • 48 Tiefe, Erforschung und Unterstützung
  • 57 Klarheit, Intuition, Einsicht, Gefahreninstinkt
  • 44 Wachsamkeit, Entgegenkommen, Kooperation
  • 50 Stabilität durch Werte und Regeln
  • 32 Bewahrer, Beständigkeit
  • 28 Spiel mit dem Feuer, Instinkt für Risiko
  • 18 Korrigieren bis zur Perfektion

Solarplexus

  • 06 Besonnenheit, Schlichtung
  • 37 Freundschaft, Zusammenhalt, Loyalität
  • 22 Anmut, Mitgefühl, Stimmungsschwankungen
  • 36 Berührbarikeit, Krisen, Höhen und Tiefen
  • 49 Prinzipien und Rituale
  • 55 Fülle, Betrachtungsweise
  • 30 Abenteuer, Neues probieren

Wurzel

  • 53 Anfang, Neues beginnen, Entwicklung
  • 60 Beschränkung, Überwindung, Weiterentwicklung
  • 52 Ruhe, Untätigkeit, Überblick gewinnen
  • 19 Bedürfnisse spüren und erfüllen, Menschenkenntnis
  • 39 Provokation, Prüfung
  • 41 Einschränkung, Hoffnung, Überwindung
  • 58 Lebensfreude, Genuss, Vitalität
  • 38 Hartnäckigkeit, Rebellion, Kampf
  • 54 Ehrgeiz, Erfolg, Vorankommen

interaktives HDM-Chart

Bedeutung des Inkarnationskreuzes - Mandala

Zentren, Kanäle und Tore auslesen

empfehlenswerte Literatur zu den Human Design Toren

Tor Keynotes (HDM)

Das Ebook Tor Keynotes ist ein fundiertes Nachschlagewerk für die 64 Tore im Human Design, damit Du nie wieder lange die Bedeutungen der Tore recherchieren musst. Dazu erhältst Du Erläuterungen zu den Toren allgemein, zu schlafenden und hängenden Toren, eine Übersichtstabelle und 3 unverzichtbare Grafiken, die Dir in Deiner täglichen Arbeit mit dem Human Design von unschätzbarem Wert sein werden.

Ebook Tore der Liebe

Die Tore der Liebe: Wie drückt sich die Liebe aus? Im Human Design gibt es 10 Tore, welche zeigen, wie der „Besitzer“ eines Charts seine Liebe zeigt. Romantische Liebe, Kampf um die Liebe, platonische Liebe, immer zweifelnde Liebe, universelle Liebe – wenn wir verstehen, wie unsere Partner und Liebsten ihre Liebe zeigen, können wir ein größeres Verständnis füreinander entwickeln, Konflikte und Unsicherheiten vermeiden sowie direkt im Vorfeld Klarheit gewinnen, was den Ausdruck der Liebe des anderen von dem unseren unterscheidet.

Die 6 Linien im Human Design

Die 6 Linien im Human Design

Diese Geschichte vermittelt Dir ein grundlegendes Verständnis über die 6 Linien im Human Design.
Jedes Tor in Deinem Human Design Chart hat eine Unterlinie zwischen 1 und 6.
Auch Dein Profil besteht aus 2 Zahlen, die gleichermaßen jeweils eine dieser Linien repräsentiert.

Die Geschichte der Linien im Human Design

Die Welt ist ein Dorf. Dieses Dorf hat 100 Einwohner und trägt den Namen Cor Valle. Das bedeutet "Tal des Herzens".
Als das Dorf gegründet wurde, waren alle Menschen Forscher...

Linie 1 - Forscher

Human Design Profil Linie 1

Einige der Dorfbewohner wollten wissen, wie man Häser baut, also forschten sie. Aber einfach nur Häuser bauen - das war ihnen nicht genug. Sie wollten richtig gute Häuser bauen und alles darüber wissen, was dazugehört: Wie baut man Häuser, die solide und stabil sind, gut gedämmt aber auch gut gelüftet, dazu wunderschön anzusehen und was wäre der ideale Standort sowie die perfekte Raumaufteilung? Welche Materialien wären die besten und wie bringt mal all das Wissen zusammen, um das perfekte Heim zu schaffen?

Andere wollten sich um die Nahrung kümmern und erforschten daher, welche Sorten an Obst, Gemüse und Kräutern in ihrem Tal und in der Umgebung wuchsen. Aber das war ihnen nicht genug. Sie wollten wissen, welche Nährstoffe es in den Pflanzen gab, welche besonders bekömmlich, welche besonders lecker waren, und welche Kombinationen am besten waren, um Körper, Geist und Seele optimal zu versorgen. Dazu kam, welche Pflanzen wo und unter welchen Umständen am besten wuchsen, und mit welchen anderen Pflanzen zusammen?

Weitere Bewohner forschten nach der optimalen Kleidung, nach den besten Möglichkeiten den Transport innerhalb des Dorfes zu organisieren, dem sinnvollsten System alle Dorfbewohner schnell über Neuigkeiten zu informieren, die schönsten Feste auszurichten. Und nie war es genug. Jeder wollte auf seinem Gebiet immer mehr wissen und können, jeder erforschte seinen Bereich so intensiv wie möglich.

Obwohl - und gerade weil - sie glauben, nie genug zu wissen, forschen die Forscher immer weiter und entdecken, was nie ein Mensch zuvor entdeckt hat.

Linie 2 - Eremit / Naturtalent

Human Design Profil Linie 2

Dann kam eine Zeit, zu der vieles bereits erforscht war. Manche Einwohner zogen sich in ihre unglaublich gemütlichen Häuser zurück, gingen in den Wald oder in die Berge, um nachzudenken. Sie wurden nur noch selten im Dorf gesehen. Doch wenn sie sich unters Volk mischten, dann fielen sie auf. Denn was immer sie taten, sie waren großartig darin.

Vielleicht hatten sie noch nie ein Musikinstrument in der Hand gehalten, dann nahmen sie plötzlich eines und spielten darauf, dass ihre Mitmenschen nur staunen konnten. Oder sie hatten in ihrer selbstgewählten Einsamkeit ein Gedicht oder eine Geschichte geschrieben, und die Worte rührten die anderen Dorfbewohner zu Tränen. Oder sie bauten ein Haus, welches selbst die Forscher des Häuserbauens in Staunen versetzte, denn die Kreativität der Naturtalente nutzte das Wissen der Forscher auf eine Weise, auf welche die wissenden Forscher vorher nicht gekommen waren.

Dann zogen diese Naturtalente wieder zurück und waren für eine Weile nicht gesehen. Doch sie bereicherten die Dorfgemeinschaft, wann immer sie wieder auf der Bildfläche erschienen. Denn Naturtalente können Dinge kreieren, auch wenn sie noch kein Wissen darum besitzen. Und da ein Wissensstand immer auch Beschränkungen beinhaltet und zu wissen glaubt, was nicht möglich ist, ist das die große Stärke der Naturtalente.

Linie 3 - Abenteurer

Human Design Profil Linie 3

Eines Tages war einigen der Dorfbewohner plötzlich danach, Abenteuer zu erleben. Sie hatten das Gefühl, das Leben und der Alltag im Dorf wäre nicht genug, um ihr Bedürfnis nach Wachstum zu erfüllen. Sie wollten Neues ausprobieren, sich selbst und die Welt besser kennenlernen.

Es gab eigentlich nichts, was sie nicht ausprobieren wollten. Sie versuchten, Häuser auf dem Kopf stehend zu bauen, aßen Früchte, die als ungesund galten, zogen die verrücktesten Kleider an oder auch gar keine. Manche von ihnen zerstritten sich mit Freunden und Verwandten oder zerstörten sogar Eigentum von sich und von anderen, weil sie die Dinge versuchten anders zu gebrauchen, als sie gedacht waren.

Eigentlich machten sie alles falsch, was sie nur falsch machen konnten. Und zuerst sah es so aus, als wären sie eher zu einer Belastung für das Dorf geworden, als zu einer Bereicherung. Doch die Abenteurer wurden älter.

Die Forscher und die Naturtalente gingen auch nicht nur ihrem Tagewerk nach, sondern probierten auf ihre gemäßigte Art und Weise neue Dinge aus. Und plötzlich war stets im rechten Moment ein Abenteurer an ihrer Seite, der ihnen erklärte, was daran nicht funktionieren würde. Und dann halfen die Abenteurer ihnen dabei, es richtig zu machen. Oder sie machten es gleich selber, das war ihnen nämlich oft lieber.

Denn die Abenteurer hatten das alles bereits ausprobiert und besaßen nun das praktisch erfahrene Wissen darüber, was nicht funktionierte. Und so bewahrten sie ihre Mitmenschen vor so manchem Fehler und so manchem Schaden. Und ihr Nutzen für die Gemeinschaft übertraf bei Weitem den Schaden, den sie vorher angerichtet hatten. Die Dorfbewohner verständigten sich darauf, mit zukünftigen Abenteurern immer erstmal Nachsicht zu haben.

Linie 4 - Netzwerker

Human Design Profil Linie 4

Ein paar der ursprünglichen Forscher, Naturtalente und Abenteurer taten sich eines Tages zusammen. Täglich trafen sie sich und tauschten sich aus. Sie hatten neue Ideen im Kopf und konnten diese nicht alleine mit sich ausmachen. Sie brauchten den Dialog mit anderen. Und diese Diskussionen brachten ihnen Klarheit. Klarheit über ihre Mission.

Nachdem sie sich wochenlang in der Gruppe miteinander ausgetauscht hatten, ging plötzlich jeder wieder seinen eigenen Weg. Jeder von ihnen suchte seinerseits wieder neue Menschen, mit denen man sich austauschen konnte, versammelte ausgewählte Dorfbewohner um sich herum, um neue Projekte ins Leben zu rufen.

Sie vernetzten das Dorf auf eine vorher nicht dagewesene Art und Weise, bündelten Wissen, Talent und Abenteuerdrang in kleinen Gemeinschaften innerhalb des Dorfes. So entstanden neue Ideen und Projekte. Sie wurden Netzwerker genannt.

Zu Anfang dachten ein paar der Dorfbewohner, es wäre nicht gut für das Dorf, wenn einige von ihnen "nur noch redeten, statt produktiv zu sein". Doch schnell erkannten sie, dass es dem Dorf und seiner Gemeinschaft sehr zu Gute kam, dass einige von ihnen die Aufgabe übernahmen, Menschen zusammenzubringen und sich auszutauschen, auf dass hierdurch fantastische und für das Dorf sehr nützliche Projekte ins Leben gerufen wurden. Und es brachte das ganze Dorf näher zusammen.

Linie 5 - Helden und Retter

Human Design Profil Linie 5

Dann begann eine Zeit der Katastrophen. Das Dorf und seine Bewohner wurden wirklich auf die Probe gestellt. Eine Dürre kam, eine Flut, schwere Unwetter - Menschen gingen verloren und andere verzweifelten. Ernten fielen aus und Häuser brannten.

Ein paar der Dorfbewohner wuchsen in dieser Zeit über sich hinaus. Und es stellte sich ebenso heraus, dass manche von ihnen sich bereits intuitiv auf diese Zeit vorbereitet hatten, ohne selbst zu wissen, warum.

Denn einige hatten gelernt, Nahrung zu konservieren. Und als die Ernten ausfielen, holten sie ihre Reserven aus den Kellern und versorgten die Hungernden. Ein paar von ihnen hatten sich damit beschäftigt, wie man im Notfall brennende Häuser löschen könnte. Andere hatten in der Vergangenheit gewissenhaft die Umgebung erkundet und sich gemerkt, wo es gefährliche Stellen gab, wie Gruben, in die man hineinfallen konnte und ohne Hilfe nicht wieder herauskommen könnte. Diese suchten nach den verlorengegangenen Dorfbewohnern, fanden sie schließlich auch und brachten sie sicher wieder nach Hause. Wieder andere hatten sich mit dem Geist und der Seele des Menschen beschäftigt, und nun wussten sie, wie sie ihre verzweifelten Mitmenschen wieder aufbauen und mit neuem Mut und neuer Kraft ausstatten konnten.

Sie wurden als Helden und Retter gefeiert. Und auch nach der Zeit der Katastrophen gab es immer wieder etwas für sie zu tun, denn manchmal brauchte man einfach einen Helden und Retter.

Es gab nun auch ab und zu Menschen im Dorf, die erwarteten zu viel von ihnen. Sie glaubten, dass die Helden und Retter ihnen einfach bei allem helfen konnten, doch das konnten sie nicht - sie waren ja auch nur Menschen. Das nahmen ihnen die Leute sehr krumm, die zu viel in ihnen gesehen hatten. Sie erkannten nicht, dass ihre eigenen Erwartungen zu hoch gewesen waren. Das war etwas, womit die Helden und Retter zu leben lernen mussten.

Linie 6 - die Weisen

Human Design Profil Linie 6

Zu guter Letzt schien es, als ob die Zahl der Abenteuerer im Dorf ansteigen würde. Wieder gab es mehr Menschen, die gegen Regeln und Normen verstießen, jeden nur erdenklichen Fehler machten und sich durch nichts belehren ließen. Doch als sie älter wurden, zogen sie sich zurück, lebten am Waldrand oder am Fuß des Berges, den sie täglich erklommen, um auf seiner Spitze über ihr Leben und über das Leben an sich nachdachten.

Wieder fragten sich die Dorfbewohner, ob nun doch ein Schlag von Menschen entstanden sei, der für die Gemeinschaft des Dorfes keinen Beitrag zu leisten im Stande sei.

Bis sie die neu errichteten Gebäude sahen und sich diesen neugierig näherten. Sie fragten, welchen Zweck diese neuen Gebäude haben würden und staunten nicht schlecht, als sie die Antworten hörten: Schulen, Begegnungsstätten, Werkstätten und andere Orte des Lernen entstanden in ihrem Dorf.

Die Menschen von Cor Valle konnten nun allesamt aus den Fehlern und Erfahrungen dieser weise gewordenen Menschen lernen, die nach einer Phase des Fehler machens und einer weiteren Phase des In-sich-Kehrens nun in eine Phase getreten waren, in der sie bereit waren, all ihre Weisheit an die anderen weiterzugeben.

Und ein weiteres Mal wurde das ganze Dorf bereichert.

Alle 6 Linien hatten sich nun entwickelt

Human Design 6 Linien

Und war dies das Ende der Geschichte? Nein, denn das Leben geht immer weiter. Das Dorf Cor Valle hat sich weiterentwickelt. Heute gibt es dort keine Menschen mehr, die nur Forscher sind, nur Naturtalente, Abenteurer, Netzwerker, Helden oder Weise. Jeder Mensch hat nun zwei dieser Eigenschaften zur gleichen Zeit, zwei Linien in einer Person: Eine Linie, die bewusst gelebt wird, und eine Linie, die meist nur von den anderen Menschen wahrgenommen wird, nicht von der Person selbst. Und diese Linien verändern sich auch nicht mehr im Laufe des Lebens. Wer mit einer bestimmten Kombination geboren wird, der behält diese auch bis an sein Lebensende.

Diese Kombination aus einer bewusst und einer unbewusst wirkenden Linie wird im Human Design Profil genannt.

Auch Du hast ein Profil, das Dich Dein Leben lang begleiten wird.

Die linke Zahl ist vermutlich das, was Du bewusst lebst. Mit dem, was die rechte Zahl repräsentiert, kannst Du Dich vielleicht gar nicht identifizieren.

So ist das eben mit dem Profil.

Hoffentlich hat Dir diese Geschichte ein wenig Klarheit und Verständnis über die 6 Linien im Human Design beschert.

Übrigens: Wie anfangs bereits erwähnt, hat ja jedes der 64 Tore eine Unterlinie. Obwohl Du also ein Profil mit ganz bestimmten Linien hast, hast Du auch höchstwahrscheinlich in irgendeinem Tor den Forscher in Dir, in einem anderen Tor das Naturtalent, und auch die anderen Linien finden sich bestimmt irgendwo in Dir wieder. Sei also nicht verwundert, wenn Du alles zu einem Thema wissen willst - und es nie genug sein kann, obwohl Du Linie 1 gar nicht in Deinem Profil hast. Oder Du ständig Fehler machst, obwohl in Deinem Profil keine 3 vorkommt. Die 6 Linien finden sich sicher alle in Deinem Chart wieder.

Viel Spaß beim Erforschen Deines Charts.

Wir wünschen Dir viele spannende Einsichten.

Hier erfährst Du noch mehr über die 6 Linien im Human Design System:

Human Design 6 Linien

Hier erfährst Du noch mehr über die 6 Linien im Human Design System:

Linie 2 im Human Design – Eremit und Naturtalent

Linie 2 im Human Design – Eremit und Naturtalent

Die Linie 2 im Human Design wird als Naturtalent wie auch als Eremit bezeichnet.
Du ziehst Dich gern in Deine Höhle zurück, vollbringst dort im Stillen jedoch Einzigartiges.

Linie 2 im Human Design Profil

Wahrscheinlich bist Du gerne alleine und fühlst Dich in kleineren Gruppen wohl - aber auch nicht den ganzen Tag. Du bist gerne mit Nachdenken und kreativen Prozessen beschäftigt, ganz für Dich, weil Du Dich so besser konzentrieren kannst. Kommunikation darf gerne schriftlich erfolgen, so hast Du Zeit, Deine Antworten zu formulieren. Man muss ja nicht sofort antworten.

Sicher hast Du nicht das Gefühl, dass Du etwas besonders gut kannst. Das, was Du kannst, kann doch schließlich jeder, oder? Dann drückt Dir jemand ein Saxophon in die Hand und zum ersten Mal in Deinem Leben probierst Du, diesem Instrument ein paar Töne zu entlocken. Ein paar Minuten später spielst Du ein paar der Lieder, die Du so kennst. Die Leute um Dich herum fragen Dich, wie lange Du schon Saxophon spielst und können nicht glauben, dass Du es zum ersten Mal in Deinem Leben in der Hand hältst und denken, Du machst einen Scherz. Du hingegen denkst: "Wenn sie es selber ausprobieren würden, dann gelänge ihnen das genau so gut wie mir."

Dem ist aber nicht so. Die Linie 2 im Human Design Profil ist ein Naturtalent. Du probierst etwas aus, und wenn es Dir Spaß macht, dann kannst Du es wenig später. Das macht die Linie 2 aus, jedoch ebenso der Glaube, dass dies ganz normal sei. Und so bleiben viele Naturtalente unentdeckt, weil sie gar nicht auf die Idee kämen, etwas besser zu können als jemand anders. Zudem stellst Du Dich ja nicht zur Schau, so werden nur wenige Menschen überhaupt herausfinden dürfen, was Du alles kannst.

Vielleicht hast Du als Eremit spät angefangen zu sprechen, als Naturtalent aber schon früh angefangen zu schreiben. Die Menschen wissen nichts von Deinen Kommunikationsfertigkeiten. In Gemeinschaft sprichst Du nicht viel, und Deine Manuskripte liegen stapelweise in Deinen Schubladen, geschützt vor den Augen anderer. Denn wie könntest Du schon etwas geschrieben haben, was andere begeistert - nur weil es Dich begeistert?

Du sprichst vielleicht nicht gerne von Dir aus, aber auf Fragen anderer hast Du für gewöhnlich eine Antwort. Das hast Du mal gehört, gelesen, erlebt - und verinnerlicht. Und macht das nicht jeder so? Nein. Du nimmst Wissen mit Leichtigkeit auf, merkst Dir für gewöhnlich mehr als Deine Mitmenschen und kannst das Gelernte wiedergeben. Natürlich am liebsten schriftlich. Weil es Menschen gibt, die zu allem etwas sagen wollen und dies dann auch tun, fühlst Du Dich nicht wissender als sie. Aber innerlich denkst Du dann oft, dass Du mehr zum Thema hättest sagen können, durch eine sowohl tiefere als auch breitere Wissensbasis, und dazu hättest Du weniger Worte benötigt und durch bessere Formulierungen noch Verwirrung vermieden. Doch es ist nicht Deine Art, darauf hinzuweisen. Du machst das mit Dir selbst in Deiner Höhle aus, sofern Du ausschließlich Deine Linie 2 lebst.

 

Linie 2 im Human Design Profil - Der Eremit

Linie 2 im Human Design Profil - Der Eremit

Deine Linie 2 im Business

Die Linie 2 im Human Design Profil muss lernen, ihre Talente zu würdigen und zu nutzen.

Sowohl ihr Wissen wie auch ihre natürliche Begabung, Dinge schnell lernen zu können - oder sogar Dinge einfach zu können - sind nicht selbstverständlich.

Überleg mal, wie oft Du Deine Mitmenschen beeindruckt hast durch ein paar Fakten, die Du mal eben schnell aus dem Ärmel gezaubert hast. Durch eine Geschichte, die einen Sachverhalt in Form eines Beispiels klar und verständlich vermitteln konnte. Indem Du etwas Neues angefangen hast und in wenigen Minuten bereits Ergebnisse vorweisen konntest oder nach ein paar Tagen kaum von einem sogenannten Experten zu unterscheiden warst.

Natürlich nur für die Unwissenden, denkst Du. Und der Markt ist ja voll von selbsternannten Experten, die mit oberflächlichem Wissen glänzen. Du willst mehr können, mehr wissen, bevor Du raus gehst. In diesem Denken verharrst Du auch noch nach der Ausbildung, nach dem Studium, nachdem Du Pionierarbeit geleistet hast.

In Deinem Profil steckt nicht nur die Linie 2. Es hat einen Grund, dass Du Dich gerne zurückziehst und für Dich alleine Dinge herausfindest und heimlich Talente entwickelst. Behalte sie nicht für Dich. Beachte die andere Linie in Deinem Profil und erkenne durch sie, für was Du all Deine Fähigkeiten bekommen hast.

Finde einen Weg, wie Du von Deiner Höhle aus Deine Erkenntnisse vermitteln kannst oder lerne, auch der anderen Seite Deines Profils Raum zu geben, um Deine Bestimmung erfüllen zu können. Du profitierst davon auf ganzer ... Linie.

Marten Steppat

Autor: Marten Steppat

Human Design Lehre und Coaching | Human Design Management
Marten zeigt Dir, wie Du Human Design verstehst und lebst.
Lehre, Membership, Praxiswissen und tiefes Bewusstsein.

Spiritualität und Wissenschaft

Spiritualität und Wissenschaft

Wenn man das erste Mal von Human Design hört, ist man schnell geneigt es in die esoterische Ecke zu schieben. Warum ist das so? Es ist die Sprache, das „Wording“. Doch gehört Human Design wirklich in diese Schublade? Ist es Esoterik, Spiritualität oder Wissenschaft? Stellen wir doch die Informationen mal nebeneinander.

Vergleich der Begriffe aus Spiritualität und Wissenschaft

Der Begriff „Aura“ ist beispielsweise esoterisch. Der Begriff „Elektromagnetismus“ ist hingegen sehr wissenschaftlich, und das elektromagnetische Energiefeld, welches unsere Körper umgibt, physikalisch messbar.

Der Begriff „sakrale Autorität“ ist esoterisch. Die Erkenntnis, dass das sogenannte Bauchgehirn etwa doppelt so viele Nervenzellen hat wie das Gehirn, ist wissenschaftlich erwiesen, und die Darm-Hirn-Achse, über welche diese Nervengeflechte kommunizieren, ist bekannt – ebenso, dass 90% der Kommunikation über diese Schnittstelle vom Bauch zum Kopf geht. Dass die Neurotransmitter, die hierdurch im Gehirn wirken und unser Denken und Fühlen beeinflussen, längst bekannt.

Die „innere Strategie“ mutet auf den ersten Blick esoterisch an. Dass es verschiedene Lerntypen gibt, ist allerdings reichlich erforscht. Menschen nehmen Informationen individuell über ihre bevorzugten Sinneskanäle auf und verarbeiten sie auf ihre eigene Art und Weise.

„Energietyp“ ist ein esoterischer Begriff. Der genetische Code in unserer DNS ist jedoch inzwischen hinlänglich bekannt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Bauplan, der ganz bestimmte Eigenschaften, Neigungen und Verhaltensweisen definiert, inklusive der Möglichkeiten, die wir zum Denken und Handeln in die Wiege gelegt bekommen; die Grundlagen für unser Bewusst-Sein.

Planetare, solare und kosmische Einflüsse wirkten auf uns lange Zeit als rein esoterische Überlegungen. Erst 1956 wurden die Neutrinos entdeckt, welche permanent aus dem Weltall auf uns einwirken und uns durchdringen, wobei eine Wechselwirkung zwischen den Neutrinos und unseren Körpern stattfindet. Diese Elementarteilchen entstehen in Planeten, Sternen (unserer Sonne) und im Kosmos. Auf ihrem Weg zu uns durchdringen sie auch ganze Planeten, mit welchen sie ebenfalls in Wechselwirkung standen, bevor sie uns erreichen. Der Mond bewegt ganze Ozeane und sorgt für Ebbe und Flut – auch der Mensch besteht aus bis zu 70% aus Wasser.

Chakren und Meridiane gehören für viele in das Reich der Esoterik, obgleich die Traditionelle Chinesische Medizin und viele andere Systeme erfolgreich damit arbeiten. Inzwischen sind sie jedoch zumindest indirekt nachweisbar; die Niveaus von Widerstand, Spannung, Strom sowie den elektromagnetischen Feldern, welche den Zentren und Bahnen jahrtausende alter Lehren gleich kommen, finden hier ihre Entsprechung in der Medizin und der Physik.

Die Symbiose aus Spiritualität und Wissenschaft

Fazit: Für Esoterik bleibt heutzutage wenig Platz, die Wissenschaft entdeckt täglich mehr von den Wahrheiten, die wohl schon uralte Hochkulturen gefunden und beschrieben haben. Wer sich für aufgeklärt hält, der sollte auch mit der Zeit gehen und die wissenschaftlichen Fakten anerkennen, anderenfalls muss man sich den Vorwurf der Ignoranz gefallen lassen.

Das Human Design System schlägt eine Brücke zwischen den Lehren der uralten Weisheiten und den modernen Wissenschaften. Das Wissen der einstigen Geheimlehren, wie Kabbalah, I-Ging, Astrologie oder dem Chakren-System geht hier eine Symbiose ein mit den neusten Erkenntnissen aus Biochemie, Epigenetik, Astronomie und Quantenphysik.

Spiritualität IST Wissenschaft

Heutzutage stehen uns Metaphern aus der Elektrotechnik, der Mechanik oder der Informationstechnologie zur Verfügung, die uns die gleichen Inhalte übertragen auf Modelle der heutigen Zeit vermitteln können, so dass spirituelles Wissen für den heute vorherrschenden Verstand greifbar und weltlich anschaulich macht.

Somit ist Spiritualität längst nicht mehr als ein Placebo zu betrachten, welches uns mit leeren Versprechen lockt und durch allgmein gehaltene Phrasen und durch schlaue Sprüche hohle Hoffnungen weckt, damit wir uns im gestressten Alltag ein wenig besser fühlen können. Nein, wer rechtzeitig erkennt, dass hier ganz fundierte Fakten codiert unter dem Mantel von clever formulierten Metaphern liegen, dem steht fortan ein Wissensschatz zur Verfügung, der ihm verraten kann, wie er auf Grundlage der Selbsterkenntnis seinen ganz persönlichen Weg zu Erfolg und Erfüllung beschreiten kann.

Spiritualität und Wissenschaft des Human Design Systems

Das Human Design System ist ein Generalschlüssel hierzu. Bis ins Detail zeigt es uns unseren einzigartigen Bauplan in Wort und Bild, unsere inhärente energetischen Schaltkreise, das Zusammenspiel unserer verschiedenen internen Management-Systeme. Das Verständnis um unsere ureigenste innere Mechanik bereichert uns um die Möglichkeiten, ganz bewusst aufzuspüren, welche Fähigkeiten uns innewohnen und wie wir sie zum Besten für uns selbst und unsere Umwelt entwickeln und zum Einsatz bringen können.

Doch Human Design bietet viel mehr: Welche Position in einem Unternehmen für den Einzelnen ideal ist, wie eine optimale Gruppendynamik entstehen kann, wie Führungspersönlichkeiten ihre Kommunikation für den bestmöglichen Impact gestalten können, aber ebenso, wie eine fruchtbare Partnerschaft oder Familie (beruflich wie privat) entwickelt werden kann oder welchen Rahmen das eigene Kind benötigt, um sich bestmöglich entfalten zu können.

Wo finde ich meinen Bauplan?

Der erste Schritt zu einem bewussten Verständnis über Dein individuelles Design ist ein Reading. Mit Hilfe einer grafischen Darstellung der Dir innewohnenden Systeme, deren Verschaltungen und ihrem Zusammenspiel erläutern wir Dir, mit welcher serienmäßigen Ausstattung Du auf die Welt gekommen bist. Dies ist die Grundlage für jede weitere Einsicht: welche Verhaltensweisen Dir am ehesten entsprechen, um erfolgreich walten und manifestieren zu können, wie Dein System am besten mit anderen Menschen harmoniert, welche Umgebung für Dich ideal ist (beruflich wie privat) oder wie Du Deine Energie zielgerichtet einsetzen kannst, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Marten Steppat

Autor: Marten Steppat

Human Design Lehre und Coaching | Human Design Management
Marten zeigt Dir, wie Du Human Design verstehst und lebst.
Lehre, Membership, Praxiswissen und tiefes Bewusstsein.

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