Der Generator im Human Design

Der Generator im Human Design

Der Generator im Human Design ist die Lokomotive unter den Typen: Er kommt langsam in Gang, wird auf seinem Weg jedoch immer schneller und unaufhaltsam. Allerdings läuft auch er sinngemäß auf Schienen – jetzt vom Weg abweichen macht ihm Probleme. Das Ziel wird nicht aus den Augen gelassen. Der Generator wird von seinem Sakral befeuert, bis er sich vollständig ausgepowert hat. Das Sakral des Generators reagiert auf die Dinge, die das Leben ihm bietet. "Ist dies etwas für mich?" – Wenn ja, dann antwortet das Sakral mit Freude. Für den Generator im Human Design gilt es, dieser Freude zu folgen.

die Eigenschaften des Generators im Human Design

Generatoren äußern sich gerne durch gutturale Laute (engl. "guts": Eingeweide). Zustimmendes Brummen, ablehnendes Knurren, Laute des Zögerns kommen aus seinem Sakral oft ganz spontan und auch schneller, als er sie aufhalten kann. Auch seine Mimik spricht meist Bände und antwortet auf Fragen, bevor der Mund des Generators Zeit hatte, sich zu öffnen. Die Reaktionen des Sakrals sind zutiefst ehrlich.

Diese Ausdrucksformen sind nicht überall gerne gesehen. Eltern, Lehrer und andere Autoritätspersonen versuchen womöglich, dem Generator eine "höflichere und angemessenere" Form der Antwort anzuerziehen. Gelingt ihnen dies, dann verliert der Generator Kontakt zu seiner inneren Stimme. Es erfordert Übung und Ermutigung, sich seine natürliche Kommunikation wieder anzueignen.

Das Sakral kennt nur zwei Antworten: ja und nein.

Deswegen solltest Du dem Generator immer nur Fragen stellen, die er mit "ja" oder "nein" beantworten kann. Offene Fragen werden an den Verstand weitergeleitet, der eine Frage oft zerdenkt, während Du ungeduldig auf eine Antwort wartest. Oder der Verstand des Generators weiß, was Du hören willst. Dann antwortet der Generator entsprechend, statt seine innere Wahrheit kundzutun.

Ein zögerlicher Laut, ein "ja, vielleicht" ist immer als "Nein im Jetzt" zu werten: im Augenblick nicht. Hier kann sich der Generator bzw. sein Sakral später noch umentscheiden, doch nagel ihn nicht auf das "ja" im "ja, vielleicht" fest. Dies ist nur ein höfliches Nein und es kostet den Generator viel Kraft, sich hier unabsichtlich in die Pflicht manövriert zu haben.

Für den Generator im Human Design gibt es den richtigen Augenblick. Er reagiert auf das Leben. Wird eine Idee an ihn herangetragen, dann springt das Sakral an oder nicht. Und nur wenn das Sakral anspringt, ist dies der richtige Augenblick.

Zwei Lebensbereiche sind besonders entscheidend für Generatoren: Arbeit und Familie. Die Gewichtung ist je nach Mensch unterschiedlich, doch generell sollten diese beiden Bereiche in Ordnung sein, dann kann der Generator sich wohl fühlen.

die Stärken des Generators im Human Design

Als Generator ist es Deine Aufgabe, der Freude zu folgen. Wann immer Du dies tust, wird Dein Sakral Dich mit Energie versorgen. Natürlich ist das nicht immer möglich, doch wenn Du Deiner Bauchstimme lauscht und vertraust und dem Verstand mit seinen vielen Einwänden nicht so viel Gehör schenkst, erhöhst Du die Möglichkeiten dazu.

Dies ist kein egoistisches Ziel: auch die Welt profitiert von Deiner Freude, von Deinem daraus resultierenden Antrieb, Deiner Schaffenskraft und so kannst Du die anderen Menschen damit anstecken.

Wie immer im Human Design gilt es, Strategie und Autorität zu befolgen.

Stark ist der Generator im Prozess. Konzentriere Dich nicht verbissen auf ein Ergebnis, das es zu erreichen gilt. Deine Kraft liegt im Halten des Raumes, im Schaffen und im Flow. Gehst Du in Deinem Prozess auf, erreichst Du automatisch das bestmögliche Ergebnis.

die Aura des Generators im Human Design

Die Aura des Generators ist offen und einladend. Bei einem Generator fühlt man sich einfach wohl, sofern dieser natürlich sein Wesen lebt und ausdrückt. Dann wirkt der Generator lebendig, freundlich und inspirierend.

Der Generator im Human Design ist ein Macher, das spürt man auch. Da der Generator es liebt, in Prozessen aufzugehen, sorgt er auch dafür, immer etwas zu tun zu haben. Die Euphorie kann ihn manchmal davontragen, doch dabei wirkt der unkonditionierte Generator nicht gestresst oder gehetzt, sondern nimmt sich für alles die nötige Zeit und Ruhe. "In der Ruhe liegt die Kraft", ist sein Motto.

die Strategie des Generators im Human Design

Deine Strategie ist es, auf das Leben zu reagieren.

Der sakrale Generator hat es mit dieser Strategie wahrscheinlich am einfachsten von allen Typen im Human Design.

Frage Dein Sakral:

  • "Will ich das?"
  • "Will ich das jetzt?"
  • "Ist es meins?"

Als Generator kannst Du Dich jederzeit selbst befragen und dies auch immer wieder tun. Dein Sakral wird Dir jedes Mal antworten. Achte darauf, immer nur Fragen zu stellen, die mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können.

Nur ein klares "ja" ist ein echtes "ja". Ein "vielleicht" ist immer ein "im Augenblick nicht". Dies kann sich jederzeit ändern, Dein Sakral wird es Dir sagen. Sei ehrlich zu Deiner Umwelt und lasse sie wissen, ob Dich etwas begeistert oder nicht.

Mit einer emotionalen Autorität tust Du zusätzlich dazu gut daran, die emotionale Welle abzuwarten, bevor Du eine wichtige Entscheidung triffst. Dabei gilt die Daumenregel: eine Nacht drüber schlafen.

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die Schwächen des Generators im Human Design

Generatoren möchten es oft allen recht machen. Man spricht hier von "people pleasing". Diese Eigenart kann ausgenutzt werden, so dass alle möglichen Anfragen und Bitten an den Generator herangetragen werden, die eigentlich nicht seine Aufgabe wären: für den Kollegen Überstunden übernehmen, heute mal im Alleingang die Rechnung für den gemeinsamen Abend übernehmen – und beim nächsten und übernächsten Mal auch wieder.

Es kann aber auch sein, dass der Generator sich von sich aus anpasst, um den Menschen seiner Umgebung zu gefallen. Keiner wird merken, wie der Generator sich jedes Mal verbiegt, um in sein Umfeld zu passen. Es ist ein Kampf gegen sich selbst.

Dem Generator fällt es schwer, sich hier zur Wehr zu setzen. Und doch zehrt es ihn aus, erschöpft ihn auf Dauer. Findet er keinen Weg, damit umzugehen, geht er irgendwann in den Rückzug und in den Frust. Auch ein Burnout droht dem Generator, der nicht mehr in die Freude kommt.

der Generator in Beziehungen

Der Generator bringt Freude und Fruchtbarkeit in jede Art von Beziehung. Darf er sein authentisches Selbst leben, blüht er in der Beziehung auf. Seine Aura sorgt für eine natürliche Anziehungskraft.

Ist der Partner oder die Partnerin ein nicht-sakraler Typ, dann sollte der Generator dies auch berücksichtigen. Allzu leicht setzt sein definiertes Sakral den anderen Menschen unter Druck, etwas leisten zu müssen.

Der Generator darf hier lernen, dem anderen die Freiheit zu lassen, die er braucht. Der nicht-sakrale Typ darf lernen, dass der gespürte Druck nicht der eigene ist.

der Generator im Business

Der Generator ist großartig darin, eine Sache nach der anderen abzuarbeiten. Erst dann, wenn die eine Tätigkeit abgeschlossen ist, widmet er sich der nächsten Aufgabe.

Das ist einerseits großartig, denn der Generator bringt Dinge zu Ende.

Andererseits fehlt es ihm oft an Flexibilität, wenn ihm unerwartet eine neue Aufgabe mit höherer Priorität zugeteilt wird. Es unterbricht seinen Flow.

Schließlich ist der Generator die Dampflok: nachdem er nun aus der Bahn geworfen und auf neue Gleise gesetzt wurde, muss er mit der neuen Aufgabe auch ganz neu starten. Der Dampfkessel ist schlagartig kalt und der Druck wird nur allmählich wieder aufgebaut, bis der Generator endlich wieder in Fahrt kommt.

Für den Generator ist es hilfreich, einen übersichtlichen Aufgabenbereich zu haben, in dem sich die Tätigkeiten wiederholen. Als Tischler muss er nun nicht etwa den ganzen Tag über Tische machen, auch ein Generator liebt Abwechslung – aber in einem überschaubaren Bereich. Das Tischlern an sich erfordert immer wieder die gleichen Handgriffe und das gleiche Set an Werkzeugen. So wird der Generator schließlich Meister in seinem Fach.

Als Erbauer und Erschaffer sowie mit der kreativen Kraft des Sakrals gelingen dem zum Meister gewordenen Generator Konstruktionen, welche die Welt noch nicht gesehen hat. Der Generator bringt dann wirklich Neues in die Welt.

Was den Generator hier zu Fall bringen kann, ist der starke Wunsch nach Perfektion. Er möchte natürlich jedes Mal ein Meisterstück abgeben und beißt sich manchmal unnötig daran fest, eine bereits fertige Aufgabe immer wieder verbessern zu wollen. Dann verliert er wertvolle Zeit, die er längst ins nächste Projekt stecken könnte.

Der Generator darf lernen, die von ihm wahrgenommene, scheinbaren Fehler und Schwächen im abgeschlossenen Projekt zu akzeptieren und es durch die gesammelte Erfahrung beim nächsten Mal besser zu machen.

Du als Generator

Du darfst Dir nicht nur erlauben, das Leben und Dein Wirken zu genießen, Du bist geradezu dazu verpflichtet. Denn in diesem Zustand des Genusses bist Du zu meisterlichen Dingen befähigt. Dies entspricht auch Deinem Lebensplan: Dinge zur Meisterschaft zu führen. Akribisch und ein wenig perfektionistisch führst Du alles aus, was Dich mit Freude erfüllt.

Bist Du aber gezwungen, Arbeiten oder Tätigkeiten auszuführen, die einfach nur Pfichterfüllung sind und zu denen Dein Sakral nicht "Ja, ich will das!", gerufen hat, also nicht angesprungen ist, dann sind diese Dinge schwerfällig und werden nur so irgendwie erledigt. Wirklich darüber nachdenken wirst Du dann nicht, denn diese Dinge machen Dich "stumpf".

Der Generator im Human Design unter der Lupe

Du bist ein Generator und willst mehr über Dich und Deine Funktionsweise erfahren?

Ein Reading bringt Dir Klarheit darüber, wie Du Dich Deiner energetischen Blaupause entsprechend korrekt verhältst und wie Du mehr Leichtigkeit und Freude in Dein Leben bringen kannst.

Marten Steppat

Autor: Marten Steppat

Human Design Lehre und Coaching | Human Design Management
Marten zeigt Dir, wie Du Human Design verstehst und lebst.
Lehre, Membership, Praxiswissen und tiefes Bewusstsein.

Reise durch die Sterne

Reise durch die Sterne

Wie wenig wir doch über das Universum wissen, von Verstehen ganz zu schweigen. Hier nehmen wir Dich mit auf eine kleine Reise durch die Sterne. Recht zügig verlassen wir unser Sonnensystem und erblicken ferne Sterne. So bekommen wir ein vages Gefühl dafür, welche Dimensionen da draußen noch darauf warten, ergründet und verstanden zu werden. Lehn Dich zurück, es wird gemütlich.

Reise durch die Sterne HDM

Animation

Reise durch die Sterne in Worten

Allein unser Sonnensystem hat schon so viel zu bieten, was es Wert ist, erforscht zu werden. Doch auf dieser Reise durch die Sterne wollen wir Dir auch zeigen, was noch alles dahinter liegt.

Für ein Verständnis von Human Design ist die Reise nicht unbedingt erforderlich, aber ein Blick in die Ferne kann unser Weltbild durchaus  in eine neue Perspektive setzen.

Die Reise in Bildern ist wirklich beeindruckend, aber falls Du Dich auch für tiefergenende Informationen interessierst, haben wir Dir die Stationen der Reise durch die Sterne hier zusammengefasst.

Reise durch die Sterne – die Stationen

unser Mond

Wir fangen klein an. Allerdings hat unser Mond einen großen Einfluss auf uns. Er sorgt für die Gezeiten, den weiblichen Zyklus und unterstützt die Reflektoren bei ihrer Entscheidungsfindung. Auch die Themen Unterbewusstsein, Triebe und Emotionen stehen mit ihm im Zusammenhang.

Merkur

Der Götterbote braucht 88 Tage für einen Durchlauf durch unser Chart, was ziemlich genau der Zeitspanne entspricht von der Einkehr der Seele in unseren Körper bis zu unserer physischen Geburt. Er steht für Kommunikation, Austausch, Handel und Geisteskraft.

Mars

Der Kriegsgott mit der jugendlich ungestümen Energie lässt uns für das kämpfen, was uns wichtig ist. Wenn wir lernen, seine Energie zu zügeln, dann können wir diese für konstruktive und kreative Schöpfungsprozesse nutzen.

Venus

Der Planet der Liebe, der Schönheit, der Moral und der Werte. Während man sagt, dass Männer eher marsianisch sind, ordnet man die Venus eher den Frauen zu. Was wir als Abend- und Morgenstern kennen, ist in Wirklichkeit die Venus.

Erde

Hier wohnen wir. Das wusstest Du bestimmt bereits. Und während wir inzwischen viele Lichtjahre weit ins Universum schauen können, sind die Meere der Erde noch weitestgehend unerforscht. Auch, was unter der Erde liegt, ist mehr Theorie als gesichertes Wissen, denn so tief können wir gar nicht bohren. Was es hier noch alles zu entdecken gibt?

Uranus und Neptun

Die zwei Eisriesen sind beide etwa vier Mal so groß wie unsere Erde. Hier gibt es nicht nur Eis - es sind beides Gasplaneten. Auch diese zwei großen Reisenden haben einen bedeutenden Einfluss auf uns.

Saturn

In der Mythologie ist Saturn (oder "Kronos") der Herr über Ursache und Wirkung, was wir auch als Karma bezeichnen. Oft wird er als der strenge Lehrer betrachtet, doch er meint es gut und will uns zeigen, wie wir groß und stark werden, damit wir uns in der Welt behaupten können und unsere Ziele erreichen.

Jupiter

Der größte Planet unseres Sonnensystems wird auch als Glücksplanet betrachtet. Er sorgt für Expansion und Wohlstand in unserem Chart – wenn wir ihm folgen.

unsere Sonne

Das Zentrum unseres Sonnensystems ist natürlich die Sonne. Sie gibt das Licht und die Wärme, die wir für das Überleben brauchen. Sie entspricht unserer Lebensaufgabe im Chart, aber auch unserer unbewussten Ausstrahlung.

Sirius

Der hellste Stern am Nachthimmel ist Sirius. Er ist auch "nur" ca. 8,7 Lichtjahre von uns entfernt, quasi ein Nachbar. Bereits die Sumerer und Ägypter kannten diesen Stern.

Pollux

Ein Roter Riese im Sternbild des Zwillings, auch "nur" 34 Lichtjahre von uns entfernt. Der andere Zwilling heißt Castor und war im Gegensatz zu ursprünglich sterblich. Doch Pollux hat die Götter gebeten, seine Unsterblichkeit auch auf seinen Bruder zu übertragen. Dafür mussten sie die beiden zu einem Sternbild machen, und dort stehen sie noch heute gemeinsam.

Arcturus

Der Hauptstern im Sternbild "Bärenhüter" hat trotz seiner immensen Größe in etwa die gleiche Masse wie unsere Sonne. Entfernung: 36,7 Lichtjahre.

Rigel und Aldebaran

Rigel im Orion ist 770 Lichtjahre entfernt, Aldebaran im Stier nur 67 Lichtjahre. Wir haben sie nur aufgrund ihrer Größe hier gemeinsam abgelichtet.

Beteigeuze

Auch im Orion beheimatet und dementsprechend ebenfalls ca. 700 Lichtjahre entfernt. Wir befinden uns hier immer noch in der Milchstraße, der Galaxie, in der auch wir wohnen. Hier kommen Ford Prefect und Zaphod Beeblebrox her, laut "Per Anhalter durch die Galaxis". ;-)

Antares

Im Sternbild Skorpion und ca. 600 Lichtjahre von uns entfernt, ca. 10.000x so hell wie die Sonne, gibt 65.000x so viel Energie ab – und würden wir unsere Sonne durch Antares ersetzen, dann würden Erde und Mars sich direkt darin befinden!

V382 Carinae

6.000 Lichtjahre von uns entfernt wohnt dieser Überriese der Spektralklasse G im Sternbild "Kiel des Schiffs". Das sagt Dir gar nicht? Ist auch wirklich weit weg, kein Ausflugsziel fürs Wochenende. Und von Europa aus ist er nicht mal zu sehen, probier es mal auf der Südhalbkugel der Erde.

V838 Monocerotis

"Monoceros" heißt das Sternbild, was übersetzt "Einhorn" bedeutet. Diese Rote Nova V838 ist 20.000 Lichtjahre weit entfernt. 2002 wurde die Lichtexplosion auf der Erde verzeichnet, die V838 in eine Nova verwandelt hat - was zu dem Zeitpunkt also schon 20.000 Jahre her war. Doch verzage nicht - es war nicht "das letzte Einhorn"! ;-)

V509 Cassiopeiae

Ein Riesenstern im gleichnamigen Sternbild ca. 7.800 Lichtjahre von uns entfernt. Wenig ist über diesen Stern bekannt, aber er wiegt 25x mehr als unsere Sonne und sein Radius ist 910x so groß.

KY Cygni

Ein "Roter Überriese" im Sternbild Schwan, der einen 1.500x größeren Durchmesser hat als unsere Sonne. Zu ihm sind es weniger als 5.000 Lichtjahre.

V354 Cephei

Ein weiterer "Roter Überriese" aus unserer Milchstraße, 9.000 Lichtjahre entfernt von uns mit dem 1.520-fachen Durchmesser unserer Sonne. Können wir uns diese Größe überhaupt vorstellen?

VV Cephei

Ein Roter Überriese und ein Blauer Riese - ein Doppelsternsystem im Sternbild Kepheus, nur 4.900 Lichtjahre von hier. V509 Cassiopeiae passt wahrscheinlich einfach dazwischen!

VY Canis Majoris

Nur 3.900 Lichtjahre entfernt, im Sternbild "Großer Hund" sitzt dieser Rote Überriese. Doch selbst er würde noch nicht unser ganzes Sonnensystem in sich aufnehmen können, sein Umfang reich "nur" etwa bis zum Jupiter. Neben ihm ist unsere Sonne jedoch nur ein winziges Pünktchen.

Hat Dich diese Reise durch die Sterne beeindruckt? Uns definitiv. Aber auch der größte Stern ist nur ein Pünktchen in einer Galaxie. Und von den vielen Pünktchen, die Du am Himmel sehen kannst, sind viele nicht einfach nur Sterne, sondern komplette Galaxien voller Sterne, die einfach nur so unfassbar weit weg sind, dass sie wie einzelne Sterne auf uns wirken.

Und bei all der scheinbaren Unendlichkeit gibt es noch so vieles auf unserem eigenen Planeten, das wir noch nicht begreifen – angefangen bei uns selbst.

Doch dort können wir ansetzen: ein Geburts-Chart setzt Dich in Bezug zu den für uns wichtigsten Planeten, nämlich denen unseres eigenen Sonnensystems.

Vergiss nicht: es kommt nicht auf die Größe an. Du bist genau so ein Wunder wie das gesamte Universum an sich!

Motivation Angst

Motivation Angst

Was haben Human Design und Angst miteinander zu tun? Im Human Design gibt es die Motivation Angst, sie findet sich in den sogenannten Variablen wieder, im Chart für gewöhnlich links und rechts am Kopf angezeigt. Wir haben uns eine kleine Geschichte ausgedacht, die euch vielleicht eine neue Perspektive beschert, wenn ihr mit der Angst als Motivation lebt.

Eine kleine Geschichte der Angst

In meinem Human Design Chart habe ich gelesen, dass meine Motivation Angst ist. Das kann ich bestätigen. Es ist geradezu Existenzangst. Ich trainiere täglich, trinke nur Wasser und Tee, ernähre mich ausschließlich von Obst, Gemüse, Samen und Nüssen aus dem Bioladen. Weil ich Angst vor Tod und Krankheite habe. Gebe ich zu. Aber eine gesunde Lebensweise ist ja nicht verwerflich.

Gerade war ich wieder auf dem Weg zum Bioladen, da habe ich auf der anderen Straßenseite eine wundervolle, flauschige Decke zum Einkuscheln entdeckt. Keine gewöhnliche Decke - eine zum Hineinkrabbeln, mit Kapuze, und an dieser sind Katzenöhrchen angenäht.

Fast wäre ich über die Straße gelaufen. Aber zum Glück hat mich meine Angst daran gehindert. Straßenverkehr ist gefährlich, das lernt man schon in der Schule. Ein paar Augenblicke verharrte ich, die Kuscheldecke fixierend und davon träumend, wie ich damit auf der Couch läge. Was ich natürlich äußerst selten mache, aus Angst, faul zu werden. Oder auch nur für faul gehalten zu werden, wenn mich jemand so sieht.

Ich lese dann meistens ein Buch - und keinen Roman, sondern Fachliteratur - bilde mich also fort. Dennoch, ich will mich ja nicht erst erklären müssen, also meide ich das Sofa meistens. Aber manchmal...

Gut, die Decke ist bestimmt synthetisch, ich umgebe mich eigentlich nur mit natürlichen Materialien, ungefärbt. Ich hab Angst vor Krebs. Und von ungesunden Ionen habe ich auch schon mal gehört; dann hat man die falsche elektrische Ladung im Körper, das will ich nicht.

Schön war sie schon, die Decke.

Ich ging dann weiter zum Bioladen. Dafür musste ich keine Straße überqueren, nur zweimal um die Ecke gehen. Natürlich gehe ich zu Fuß, mit dem Auto kann so vieles passieren.

Im Bioladen wusste ich es dann genau: diese Decke war nichts für mich. Es sollte einfach nicht sein. Es lohnte sich nicht, das Leben dafür zu riskieren und überfahren zu werden. Und die Schadstoffe waren ja auch Argumente genug. Ein bißchen Frieren hat noch niemandem geschadet. Oder?

In meinem Human Design Chart steht, dass meine Motivation Angst ist.

Angst ist gut

Angst sorgt für Lösungen wie Kindersicherungen. Die machten mir auch in meinem Alter noch Probleme, dachte ich lachend. Die Verkäuferin ging gerade an mir vorbei und schaute mich komisch an. Schnell unterließ ich das Lachen wieder. Ich wollte ja nicht für verrückt gehalten werden.

Angst motiviert zu Höchstleistungen, genau die Situationen zu umgehen, vor denen man Angst hatte und nach Möglichkeit noch die Welt mit seinen Lösungen zu berreichern. Andere Menschen haben auch Angst.

Angst hält Dich am Leben, Du gehst keine unnötigen Risiken ein.

Angst macht Dich vorsichtig, aufmerksam, spornt die Intelligenz an.

Ich argumentierte noch so vor mich hin, bis sich zaghaft eine andere Stimme zu Wort meldete.

Wie könnte die Intelligenz vielleicht dabei helfen, die Decke doch zu bekommen? Wo war denn meine so intelligente Lösung? Wo war der Sinn der Motivation Angst? Im Verzicht auf jegliche Freude? Im ständigen Arbeitstrott, aus Angst, Haus und Hof zu verlieren, sobald ich aufhöre, Überstunden zu schieben?

Was sagt denn das Human Design dazu? Ich dachte weiter nach.

Angst ist ein Ratgeber

All meine Argumente kamen mir sehr logisch vor. Aber wo kamen denn logische Argumente her? Aus dem Verstand!

Und wer ist niemals eine Autorität, eine innere Entscheidungs-Instanz im Human Design? Der Verstand!

Meine Autorität war das Sakral. Und was hatte das Sakral zu der Decke gesagt? Ja! Sofort, als ich sie erblickt hatte.

Dann versuchte ich, nur mal so als Experiment, ob ich auch andersherum eine Argumentation ersinnen könnte.

Die Motivation Angst hat ihren Sinn und Zweck. Aber Angst sollte Dein Leben nicht bestimmen. Richtig? Klang gut. Ich merkte, wie ein zustimmendes Knurren meine Kehle emporstieg, während ich mein Brot bezahlte. Wieder blickte die Verkäuferin mich komisch an. Ich lächelte nur entschuldigend und verließ schnell den Laden.

Unterweg überlegte ich weiter. Angst war also dazu da, auf mich aufzupassen. Das machte ich ja. Angst war dazu da, eine Lösung zu finden. Das gab mir jetzt so sehr zu denken, dass ich anhielt. Erschrocken schaute ich auf. Die Angst hatte mich wohl im richtigen Augenblick dazu gebracht, vor der roten Ampel stehen zu bleiben. Vor der Ampel... die auf die andere Straßenseite führte.

Natürlich! Fast hätte ich ungewollt das Muster "Augen zu und durch" gelebt, das hätte schlimm enden können. Danke, Angst. Aber die Ampel war natürlich auch die Lösung. Wieder: Danke, Angst.

Doch würde sich jeder Autofahrer an die Verkehrsregeln halten?

"Nun ist aber gut", sagte die Stimme in mir. "Die Angst ist ein Ratgeber, den Du nicht ignorieren solltest, aber lasse nicht Dein Leben von ihr bestimmen, bis ...kein Leben mehr darin ist!"

Und dann sagte sie den entscheidenden Satz:

"Human Design ist niemals eine gültige Ausrede dafür, etwas nicht zu tun. Denn es sagt niemals, dass Du etwas nicht kannst oder darfst."

Angst ist kein Diktator

Wir haben die Angst, um sie zu hören, aber nicht immer und unbedingt auf sie zu hören. Sie mahnt uns, Lösungen zu finden.

Sie ist dazu da, dass wir uns ihr stellen und sie überwinden.

Dafür ist uns Mut gegeben worden, und Intelligenz.

Angst sagt uns nicht, was wir nicht tun können oder dürfen. Angst sagt uns, dass wir unseren Weg absichern mögen, wenn er uns zu unsicher erscheint.

Sobald wir nicht mehr im Sinne der Angst handeln (überlegen und überwinden), sondern im Sinne der Angst argumentieren, warum wir etwas nicht können und dürfen, tun wir das aus dem Verstand, dem Pressesprecher unseres Nicht-Selbst.

Aus welchem undefinierten Tor mag die Angst kommen? Aus Tor 36, dem Tor der Krise? Aus Tor 28, dem Tor des Risikos?

Alles, was in uns nicht definiert ist, macht dem Verstand Druck, im Sinne des Nicht-Selbst zu entscheiden.

Das große Losungswort im Human Design ist es, Strategie und Autorität zu leben.

Als Generator soll ich auf das Leben regieren. Und ich habe auf die Decke reagiert. Meine Autorität ist das Sakral. Und wie mein Sakral auf die Decke reagiert hat.

Mutig überschritt ich die Straße, als mir die Ampel suggerierte, es wäre nun sicher. Ich bekam die Decke. Und ich hab schon viel Freude daran gehabt. Und wenn mich jemand fragt, warum ich faul auf dem Sofa rumliege? Auch dafür habe ich eine Antwort gefunden: Weil ich es kann!

Motivation Angst und Du

Wir hoffen, diese kleine Geschichte inspiriert euch, wenn ihr mal zu sehr auf eure Motivation Angst hört und euch damit verwehrt, was ihr euch im Herzen wünscht!

Nein, es ist nicht immer so einfach wie in dieser Geschichte, aber jede Herausforderung bringt ihr Wachstum und euch näher an eure Ziele und Träume.

Das Leben ist für euch gemacht.

Motivation Angst überwinden
Schaltkreise im Human Design

Schaltkreise im Human Design

Die Schaltkreise im Human Design in einer Frage zusammengefasst: Bist Du eher ein Individualist, ein Stammesmitglied oder siehst Du Dich als Teil der gesamten Menschheit?

Im Human Design gibt es so viele einzelne Punkte, die es zu beachten gilt, um zu erkennen und zu erforschen, wie Du gedacht bist: Typ, Autorität, Profil, Zentren, Kanäle, Tore und noch ein paar mehr. Manche Punkte beschreiben eher generelle Eigenschaften, andere gehen ganz tief ins Detail. Doch am Anfang überfordert uns diese Menge an Daten einfach.

Die Schaltkreise sind auf den ersten Blick scheinbar nur ein weiteres Teil in diesem großen Puzzlespiel. Doch schon allein mit der Hilfe der Schaltkreise - dieser übergeordneten Gruppen von Kanälen - lassen sich schnell und einfach Aussagen über unsere grundlegende Funktionsweise und über unsere Persönlichkeit treffen.

Was bedeuten die Schaltkreise im Human Design?

Unser Verhalten, unsere Wahrnehmung und unsere Kommunikation werden maßgeblich von den Schaltkreisen definiert. Auch die Frage, wen uns was suchen wir, um Erfüllung zu erreichen, wird hier zumindest an der Oberfläche bereits grundlegend geklärt.

Die einfachste Frage, welche die Schaltkreise hierbei beantworten: Bist Du eher

  • ein Einzelgänger,
  • Teil einer kleinen Gruppe (Deines "Stammes") oder
  • ein durch und durch kollektives Wesen, das sich als Teil der gesamten, großen Menschheitsfamilie betrachtet?

Mit jeder dieser Zuordnungen gehen weitere Eigenschaften einher, gleichzeitig können wir auch noch einen tieferen Einblick in die Schaltkreise wagen, denn jeder dieser drei großen Schaltkreise lässt sich in zwei kleinere unterteilen. Zusammen mit den sogenannten Integrationskanälen ergeben sich 7 Gruppen, denen wir zugehören können.

Die meisten Menschen sind Mischtypen, und nur selten hat ein Mensch für sich alleine bereits einen kompletten Schaltkreis. Erst mit anderen Menschen zusammen können wir für gewöhnlich die Schaltkreise komplettieren. Dies ist aber überhaupt kein Muss - das ist nicht das Ziel des Human Design!

Das Besondere an den Schaltkreisen im Human Design: hast Du auch nur ein Tor eines Schaltkreises, dann ist praktisch der gesamte Schaltkreis in Dir aktiviert. Jedes Tor, das dazugehört, ist (vereinfacht gesagt) dadurch "ein wenig aktiviert", selbst wenn es nicht selbst nochmal definiert ist. Natürlich ist die mehrfache Definition eines Schaltkreises "gewichtiger" als nur ein einzelnes aktiviertes Tor.

Stell Dir vor, Du wärst ein hauptsächlich kollektiv orientierter Mensch, hättest aber ein einziges Tor des individuellen Schaltkreises definiert. Du selbst könntest Dich fühlen, als wäre da dieser "kleine Rebell" in Dir, der immer alles anders machen will als Du es als kollektiver Mensch geplant hast. Diesem kleinen Rebell ständen prinzipiell alle Fähigkeiten zur Verfügung, die Du gleich im individuellen Schaltkreis nachlesen kannst, wenn auch nicht so stark wie bei einer direkten Definition.

Was sind die Schaltkreise im Human Design?

Bilder sagen oft mehr als Worte - so werfen wir doch einfach mal einen Blick auf die 3 großen Schaltkreise:

Human Design individueller Schaltkreis

der individuelle Schaltkreis

Human Design Stammes-Schaltkreis

der Stammes-Schaltkreis

Human Design kollektiver Schaltkreis

der kollektive Schaltkreis

Der individuelle Schaltkreis

Dies ist der Schaltkreis der Individualisten, Einzelgänger und Außenseiter. Das ganz große Keyword für diesen Schaltkreis heißt: Ermächtigung.

Die Individualisten sind auf der Welt, um zu ermächtigen - und zwar sowohl sich selbst, wie auch andere.

Wie tun sie das?

Durch Veränderung, Anderssein, unbeirrt den eigenen Weg gehen. Daher sind sie auch ein wenig "taub" für Einflüsse von außen. Sie sind nicht hier, um sich anzupassen. Sie sind hier, um neue Wege zu gehen und damit ein Vorbild für andere zu sein. Auf dem einen Ohr also taub, ist jedoch ihr schärfster Sinn das Gehör. Sie können gut hören, was nicht ausgesprochen wurde und reagieren schnell gereizt auf ausgesprochene oder unausgesprochene Aufforderungen, sich an den Konventionen und Regeln der Gesellschaft zu orientieren.

Gleichwohl brauchen sie durch ihren akkustisch orientierten Sinn auch jemanden, der ihnen zuhört. Jemanden, der das innere Wissen vernimmt, welches sie manchmal geradezu schlagartig "überfällt" und mit seinen Einsichten Individuen ermächtigen will. Diese Impulse kommen unplanbar und unvorhersehbar. Der Individualist beobachtet eine Situation und plötzlich überkommt es ihn: "Hör mal, das kann man auch ganz anders machen!"

Menschen des individuellen Schaltkreises ziehen sich gerne zurück und sind gerne alleine. Die Regeln und Konventionen der anderen engen sie ein und zwingen sie, ihre Individualität zu unterdrücken. Gleichsam fühlen sich Menschen der anderen Schaltkreise potenziell auch unwohl in der Gesellschaft der Außenseiter, denn sie lieben den "geregelten Gang", das Berechenbare, die Gleichschaltung - denen sich der Individualist nur selten beugen mag.

Der individuelle Schaltkreis besteht aus zwei kleineren Schaltkreisen: dem Schaltkreis des Zentrierens und dem Schaltkreis des Wissens.

Human Design Schaltkreis des Zentrierens

Der Schaltkreis des Zentrierens

Er beschert uns die Achtsamkeit (Tor 20), ganz im Hier und Jetzt zu sein, um den Impuls des individuellen Schaltkreises wahrzunehmen, wenn er in uns entsteht. Er bringt uns die Authentizität (Tor 10), die wir brauchen, um unsere Andersartigkeit zu erkennen und anzunehmen. Er ermöglicht uns die Hingabe (Tor 25) und schenkt uns die Willenskraft (Tor 51), die Veränderung in die Welt zu bringen. Hier entsteht die Selbstliebe und die Ermächtigung, den eigenen Überzeugungen auch gegen Widerstand zu folgen. So entsteht Fortschritt aus dem Individuum heraus. Wenn es als Rollenvorbild wahr- und angenommen wird, verbreiten sich auf diese Weise neues Wissen und Verhalten.

Human Design Schaltkreis Wissen

Der Schaltkreis des Wissens

Hier entsteht das Wissen, Dinge auch anders angehen zu können - spontan und ungefragt. Im Human Design spricht man von Mutation, wenn ein neues Wissen, ein neues Verhalten sich Bahn bricht, um andere Individuen zu ermächtigen, neue Wege zu gehen. Die Tore des Wissens-Schaltkreises finden ihren Ausdruck (natürlich) im Kehl-Zentrum und sagen: ich bin jetzt (Tor 20), ich weiß (Tor 23), ich kann (Tor 8) und ich handle (Tor 12) - "und Du kannst das alles auch".

Der Stammes-Schaltkreis

Im Stammes-Schaltkreis dreht sich alles um Unterstützung, das ist das große Keyword.

Hier finden wir Aussagen wie: Ich bin für Dich da und Du für mich. Eine Hand wäscht die andere. Wir gegen den Rest der Welt.

Generell gesagt stehen hier Freunde und Familie im Vordergrund. Ein Stamm kann ganz klein sein oder auch bis etwa 100 Menschen zählen.

Es geht hier um das Überleben in der Sippe, den eigenen Platz in einer überschaubaren Gemeinschaft zu finden, es geht um das Erspüren von Bedürfnissen, Nachwuchs, Fortpflanzung, Krieg und Frieden mit anderen Stämmen.

Diese Menschen haben einen ausgeprägten Geruchssinn und einen besonderen Sinn für das Haptische, also Berührungen. Warum? Im Stamm muss man "einander riechen" können. Hier braucht man keinen Vertrag, Vereinbarungen entstehen durch Handschlag. Menschen des eigenen Stammes mag man umarmen, und eine aufrichtig zugewandte, körperliche Geste ist tausendmal wertvoller als alle wörtlichen Beteuerungen der Welt.

Der Stammes-Schaltkreis besteht aus: dem Schaltkreis des Schützens und dem Schaltkreis des Ego.

Human Design Schaltkreis Schützen

Der Schaltkreis des Schützens

Hier wird das Überleben des Stammes organisiert: Es wird definiert, nach welchen Gesetzen der Stamm zu leben hat, damit das Stammesleben funktioniert (Tor 50). Hier findet Fortpflanzung statt (Kanal 59/6), über Krieg und Frieden mit anderen Stämmen entschieden (Tor 6). Der Nachwuchs, aber auch die Alten und Kranken werden hier versorgt und gepflegt (Tor 27).

Human Design Schaltkreis Ego

Der Schaltkreis des Ego

Wie füge ich mich in den Stamm ein? Wie wird die Zusammenarbeit organisiert? Was kann ich für meinen Stamm beitragen? Wie kann ich in der Hierarchie aufsteigen? wer hat das Sagen und wer hütet die Ressourcen, um sie bei Bedarf an diejenigen zu verteilen, die sie benötigen und am besten damit umgehen können? All das wird in den Toren dieses Schaltkreises geregelt. Hier finden wir natürlich auch das Tor der Loyalität (37), das für eine verschworene Stammesgemeinschaft unerlässlich ist, um gegen "den Rest der Welt" bestehen zu können.

Der kollektive Schaltkreis

Wer denkt hier so kleinkariert nur an sich selbst? Warum schotten sich die anderen ab, als ginge sie das "große Ganze" nichts an?

Im kollektiven Schaltkreis sind wir alle eine große Familie. Das Zauberwort hier heißt "Teilen". Jeder trägt seinen Teil bei, denn es soll ja allen gut gehen, und nur so erlebt die Menschheit den maximalen Fortschritt. Jeder muss sich an die Gesetze halten, denn alle sind gleich.

Im Kollektiv herrscht der Sinn des Sehens vor - sehen und gesehen werden. Diese Menschen stehen oft gerne auf der Bühne und zeigen einem möglichst großen Publikum, wie die Menschheit den nächsten Fort-Schritt erreichen kann.

Doch dieser Schaltkreis teilt sich auf in zwei sehr gegensätzliche Schaltkreise: dem Schaltkreis der Logik und dem Schaltkreis des Sinnfindens.

Human Design Schaltkreis Logik

Der Schaltkreis der Logik

Hier wird kühl gedacht und überlegt, das eine Argument gegen das andere aufgewogen. Der logische Schaltkreis hat weder Kontakt zum Herzen (Herz-Zentrum), noch zu Emotionen (Solarplexus). So mag der logische Schluss ein Gesetz sein, unter dem einige wenige zu leiden haben. Wie Mr. Spock zu sagen pflegte: "Das Wohl vieler ist wichtiger als das Wohl weniger."

Doch hier findet das wissenschaftliche Denken statt, das zu fortschrittlichen Errungenschaften führt. Hier geht es darum, das Bestehende zu verbessern, bis es perfekt ist. So ist z.B. das Tor des Korrigierens (18) verbunden mit dem Tor der Lebensfreude (58), denn erst, wenn es perfekt ist, geht es uns allen gut.

Durch ständige Wiederholung und Feinschliff gelangt man hier zur Meisterschaft, was das Prinzip des "berühmten" Kanals 48/16 ist; dem Kanal, Talente zu entwickeln.

Human Design Schaltkreis Sinnfinden

Der Schaltkreis des Sinnfindens

Logik - was ist das? Hier geht es um ein Gesamtbild, das logisch überhaupt nicht zu erfassen ist. Im Sinnfinden-Schaltkreis geht es nicht um Perfektion, sondern um Erfahrungen. Der "Gegenspieler" des Kanals 48/16 ist der Kanal 36/35, in dem einfach möglichst viele verschiedene Erfahrungen gemacht werden wollen. Auch im Tor 41 wird von den vielen Möglichkeiten an Erfahrungen geträumt, die im Tor 30 auch ausgelebt werden wollen. Emotion pur!

Hier gibt es kein "ich gebe Dir das hier, weil Du mir dies gibst". Jeder gibt, was er kann. Wer gerade nicht kann, erhält trotzdem. So werden Schwächen in der Gesellschaft überwunden und ausgeglichen.

Statt Logik regiert hier die Erfahrung und das Muster: "Ich gebe Dir, weil ich ein Mensch bin und Du ein Mensch bist."

Der Integrations-Schaltkreis

Schaltkreise im Human Design - ntegrationskanäle

Man könnte die Integrationskanäle am ehesten zum individuellen Schaltkreis zählen, doch sie sind eine eigene Gruppe der Schaltkreise im Human Design.

Auch hier ist zwar das Thema "Ermächtigung", jedoch nur für den Besitzer, nicht für andere. Oft vermutet man als Anfänger des Human Design Studiums den Egoismus erst im Ego- bzw. Willenszentrum (Herz), dann im Ego-Schaltkreis. Doch hier werden wir fündig.

Die Kanäle des Integrations-Schaltkreises haben die Aufgabe, das Überleben ihres Besitzers zu gewährleisten, indem dieser sich ganz auf seine Intuition verlässt (Tor 57), ganz bei sich selbst ist (Tor 20), authentisch nach seinem Willen handelt (Tor 10) und genau hierfür auch sakrale Energie erhält (Tor 34).

Würde eine Naturkatastrophe die Menschheit in die Knie zwingen, so wäre es zu großen Teilen an diesen Menschen, das Überleben der Menschen schon aus reinem Eigennutz zu sichern. Denke also daran, Egoismus hat seinen Sinn und Zweck. Und Egoismus kann - wie auch jedes andere Talent - im Guten wie im Schlechten angewendet werden. Seien wir also dankbar für alle Facetten, in denen sich das Leben ausdrückt.

Diese Egoisten können hilfreicher und freundlicher sein als jemand, der diese Kanäle nicht hat und sein Nicht-Selbst aus ganz anderen Quellen bezieht.

Der Integrations-Schaltkreis kennt keine Unterteilung.

Wichtig für den Human Design Studenten zu wissen, wäre noch: Schau Dir nochmal den individuellen Schaltkreis an. Der ganz äußere Kanal (57/20) gehört dem Wissens-Schaltkreis an, der ganz innere Kanal (34/10) gehört dem Zentrieren-Schaltkreis an. Die anderen 4 möglichen Kombinationen gehören dem Integrations-Schaltkreis: 57/34, 57/10, 20/10 und der MG-Kanal 34/20.

Schaltkreise und Du

Natürlich gibt es viel, viel mehr zu sagen zu den Schaltkreisen im Human Design. Dieses Thema ist unglaublich tief. Aber sie können einen ersten, grundlegenden Überblick über unser Denken und Verhalten, über unsere Wahrnehmung und Kommunikation erklären. Und warum jeder auf bestimmte Informationen ganz unterschiedlich reagiert, ohne, dass dies gleich gut oder schlecht sein muss, sondern einfach die Vielfalt unseres Seins demonstriert.

Hast Du Dich in den Schaltkreisen wiedererkannt?

Kannst Du Dich einem ganz bestimmten Schaltkreis zuordnen oder bist Du, wie die meisten auch, ein Misch-Typ? Und kannst Du dennoch bestimmte Gewichtungen oder Präferenzen an Dir feststellen?

Gibt es einen "kleinen Rebellen" in Dir? Oder fühlst Du Dich trotz übermäßigem Drang nach Alleinsein doch zu Grüppchen hingezogen oder erkennst in Dir den Wunsch, zu etwas Großem für alle beitragen zu können?

Lernst Du am besten durch logische Erkenntnisse, durch Erfahrung oder entstehen einfach oft ungeahnte Einsichten in Dir, die Dich sprunghaft voranbringen?

Hinterlasse doch gerne ein Kommentar und finde heraus, dass sich auch andere so fühlen wie Du.

Oder lerne, wie sich Menschen fühlen, die ganz anders definiert sind.

Wo? In unserer "Deep Devotion" Advanced Ausbildung zum Human Design Practitioner.

Human Design lernen mit System

Human Design lernen mit System

Human Design lernen mit System ist unser Ansatz. Denn es braucht praktisch unendlich lange, all die komplexen Informationen über die 64 Tore (mit jeweils 6 Unterlinien), 9 Zentren, 36 Kanäle, 13 Planeten auf 26 Positionen, die Typen, Schaltkreise, Inkarnationskreuze und vieles, vieles mehr auch nur einmal gelesen zu haben, geschweige denn, das Wissen dadurch verinnerlicht zu haben.

Bei uns bedeutet Human Design lernen mit System, all diese Informationen gehirn-gerecht aufzubereiten und mit Storytelling, Gamification und Mnemonik (Gedächtniskunst) zu verbinden. Was ist das Ergebnis? Eine unterhaltsame Fantasy-Welt, die man bereisen kann und spaßige Abenteuer darin erlebt. Ganz ohne Lernen! Und nach 2 Stunden Spaß weiß man plötzlich mehr über Human Design, als wenn man tagelang gebüffelt hätte...

Wie funktioniert Human Design lernen mit System?

Du kennst das bestimmt noch von früher - Du hast gebüffelt und gepaukt für eine Schularbeit, doch das Wissen wollte einfach nicht in Deinen Kopf! Ewige Wiederholungen von Daten und Informationen, die nicht viel Sinn zu ergeben schienen. Ein Jahr später - manchmal nur Tage danach - hast Du die Hälfte schon wieder vergessen.

Was Du aber auch von früher kennst: Kinderbücher, Lieder, alte Geschichten, Märchen, lustige Begebenheiten aus Deiner Kindheit. Du hast alles noch so präsent und bildhaft vor Deinen Augen, als wäre es erst gestern passiert!

Und auch heute noch: Weder ein Telefonbuch, noch ein Gesetzbuch lässt sich in Deinem Gehirn abspeichern - mit Müh' und Not vielleicht die ersten zwei Zeilen. Aber Geschichten aus Büchern oder Filme und Serien kannst Du wiedergeben wie eine Maschine.

Dahinter steckt System - Regeln und Prinzipien, nach denen das Gehirn funktioniert und Wissen verinnerlicht. Es nimmt Informationen auf wie ein Schwamm, wenn sie nur in die rechte Form gebracht werden. Die Gedächtniskunst hat den seltsamen Namen "Mnemonik". Dass wir uns Geschichten immer gut merken können, findet sich in dem Begriff "Storytelling" wieder. "Gamification" bedeutet, dass ein interaktives spiel-ähnliches Erleben unser Gehirn motiviert, mehr darüber wissen zu wollen.

Muss man das jetzt alles lernen, bevor man Human Design einfacher lernen kann? Nein!

Wir wenden all diese Prinzipien in unserem Lern-System an, damit Du spielerisch und leicht Human Design mit System lernen kannst, ohne dabei überhaupt das Gefühl zu haben, etwas zu lernen. Doch anschließend kannst Du mit Erstaunen feststellen: Es ist alles in Deinem Kopf!

Human Design lernen mit System - ein Beispiel

Stell Dir vor, Du reist in Deiner Fantasie durch eine Welt voller amüsanter und unterhaltsamer Figuren und Begebenheiten. Es ist, als ob Du eine Geschichte liest oder einen Film schaust - nur bist Du live dabei und kannst aktiv handelnd Einfluss nehmen auf die Geschehnisse.

Du tauscht Dich aus mit Normalsterblichen und mit magischen Wesen, um Deine oder deren Probleme zu lösen.

Jetzt gerade brauchst Du eine Silbermünze, um sie gegen eine Flasche ganz besonderen Wassers aus den Tiefen vom "See der Herrin" einzutauschen, die Du brauchst für - ach, lange Geschichte. Aber wo bekommst Du eine Silbermünze her? Du hörst von einem Kobold, der in den Bergen wohnt. Kobolde hüten Schätze, und wo ein Schatz ist, da ist bestimmt auch eine Silbermünze.

Human Design lernen mit System Milz

Der Kobold heißt Burghardt, und natürlich gibt er die Silbermünze nicht heraus. Er ist schließlich ein Bewahrer. Und was wäre ein Bewahrer, der immer alles verschenkt? Doch er benötigt gerade einen neuen Wanderstab - dieser müsse allerdings perfekt sein. Zum Glück kennst Du bereits den "perfekten Peer": Das ist der sprechende Biber, der im Südwesten der Insel Splenja wohnt. Perfektion geht ihm über alles, und so einen kleinen, perfekten Wanderstab kann er Dir doch bestimmt schnell "zurecht knabbern".

Peer ist tatsächlich hilfsbereit, so kannst Du einen Wanderstab gegen eine Silbermünze tauschen. Diese kannst Du dann - ach, wieder eine lange Geschichte.

Doch jetzt hast Du schon das Tor der Bewahrung, das Tor der Perfektion und das Tor der Tiefe kennengelernt.

Natürlich gibt es noch viel mehr über die Tore und ihre Bewohner zu sagen, auch über Luna, die Mechanikern in grau-silbernen Gewändern, die Dich auf dieser Reise ein wenig begleitet hat. Sie ist eigentlich viel beschäftigt, denn sie reist einmal im Monat um die ganze Welt. Weißt Du schon, was sie darstellt? Oder welches Zentrum die Insel Splenja repräsentiert?

Human Design lernen mit System - ein Spiel

"Ach, schau mal - ich hab auch so einen Biber in mir, der immer erst zufrieden ist, wenn alles perfekt ist. Jetzt wird mir einiges klar!"

So lernt man das Human Design System als ein spaßiges Spiel kennen. Statt zu büffeln und zu pauken erlebt man einfach eine schöne Zeit und lernt dabei sogar noch mehr, als sich tagelang über die trockenen Erklärungen zu beugen und literweise Denk-Schweiß zu produzieren.

Und während Deiner Reise über die Insel Splenja erkennst Du, was Du automatisch dabei lernst. Du prägst Dir nichts ein, merkst Dir keine Zusammenhänge, schreibst Dir nichts auf - und dennoch wirst Du das "Erlebte" wohl nie wieder vergessen.

"Human Design lernen mit System" ist natürlich genau wie das Human Design System selbst gleichfalls größer und komplexer, als wir das hier in Kürze darstellen können. Jede Insel hat ein mystisches Herrscher-Wesen, hat ihre eigenen Bewohner, Beziehungen zu anderen Inseln und vieles mehr, was ergründet werden kann.

Doch das alles lernst Du auf dem Weg, im Vorbeigehen sozusagen, ohne Dir darüber überhaupt Gedanken machen zu müssen. Und ohne es zu wissen, lernst Du bereits etwas, was Dir erst auf der nächsten Reise klar werden wird.

Komprimiert und optimiert, verpackt in unterhaltsame Geschichten und Erlebnisse sickert das Wissen einfach so in Dich hinein.

Human Design lernen mit System - wo gibt es das?

In unserer "Deep Devotion" Ausbildung zum Human Design Practitioner machen wir regelmäßig Reisen durch die fantastische Welt des Human Design Systems. Wenn Du das System erlernen möchtest, um später auf ein Chart zu blicken und dort eine lebendige Welt zu erblicken, die Du auf Anhieb erkennst und verstehst, dann ist dies der Weg!

Phoenix

Auch unsere sorgfältig und liebevoll hergestellten Human Design E-Books, die wir anbieten, beherbergen bereits kleine Hinweise und Lernhilfen, die aus diesem System stammen. Vielleicht hast Du schon eines davon gelesen und befragst nun regelmäßig Deinen großen inneren Hirsch, wie Du handeln solltest? Oder wartest darauf, dass Dein Phönix sich wieder beruhigt?

Hirsch

Wir benutzen es also bereits, doch noch befindet sich das Spiel in der Entwicklung. Diese geht rasant voran. Sobald das System vollständig ist, werden wir es auch als eigenständiges Werk veröffentlichen. Du darfst gespannt bleiben.

Wenn Du auf dem Laufenden bleiben willst, dann besuche gerne regelmäßig unseren Blog. Wir werden wieder darüber berichten. Am besten jedoch trägst Du Dich in den "HDM Boten", unseren Newsletter, ein. So werden Dir Neuigkeiten nicht verborgen bleiben, und wir informieren Dich dort in regelmäßigen aber unaufdringlichen Abständen über alles, was die Welt des Human Design so zu bieten hat.

Hinterlasse doch gerne Deine Meinung zu diesem einzigartigen Lern-Ansatz in den Kommentaren.

Wir freuen uns auf Dich,

Dein Team von Human Design Management