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Sind Projektoren die besseren Führungskräfte? Gehören der Projektor und Führung nicht zusammen wie Eis und Sahne? Die Erklärung, die sich dazu in fast allen Projektoren-Beschreibungen wiederfindet lautet: “Projektoren sind hier, um andere zu führen”.

Damit dürfen wir vorsichtig umgehen.

Verfallen wir nicht dem Größenwahn, dass es uns in die Wiege gelegt wurde, andere anzuleiten, ihnen zu sagen, wo es langgeht. Nicht, dass wir es nicht könnten, aber mal ehrlich, wer will sich schon von jemand anderem anleiten lassen?

Wenn der Projektor die Führung ohne Einladung manifestiert

Jeder Mensch glaubt zu wissen, wie etwas geht, vor allem, wie es besser ginge. Und dann kommt ein Projektor daher und sagt: “Leute, ich habe den Durchblick und das Talent, euch zu sagen, wie ihr was zu tun habt, damit es gelingt.”

Hmmm. Würdest Du das hören wollen? Bedenke, Dein Gegenüber hat womöglich noch nie etwas von Human Design gehört, es kennt nicht die Fähigkeiten und Talente eines Projektors und fragt sich, was Du wohl glaubst, wer Du seist, ihm Ratschläge zu geben. Das dürfen wir Projektoren nie vergessen.

Können Projektoren überhaupt führen?

Ja, wir können es – ja, wir sehen es tatsächlich: Projektoren durchschauen Systeme, Konstrukte, Menschen und Unternehmen rasend schnell, besitzen die Fähigkeit, jeden Menschen auf den „richtigen Platz“ zu setzen, sind aber eben nicht immer in der Position, dieses auch zu „dürfen“.

Zwar ist dies unsere Superkraft, aber sie dient uns nicht als Handlungsempfehlung.

Es sei denn, andere bitten uns darum (Einladung).

Was wir aber immer tun können, ist ein einfühlsames und wohlwollendes, fragendes Leiten der Energien der anderen.

Vorschläge in Frageform sind sanfter als mit der Tür ins Haus zu fallen. Gerade hier in D-Land wird es nie gern gesehen, wenn einer daherkommt und sagt: “Ich finde das, was ich hier sehe nicht gut, das geht besser.” Jeder Chef, Abteilungsleiter, Unternehmensinhaber wird sofort in die Abwehr gehen und Dich für einen überheblichen Mitarbeiter halten, der glaubt, alles besser zu wissen.

Er kann ja nicht ahnen, dass es genau so ist. Vermutlich ist er schon jahrelang mehr oder weniger erfolgreich mit seinem „System“ und er weiß auch nicht, mit welcher Leichtigkeit und mit welch kleinsten Veränderungen er sein Firmenpotential in höchstem Maße nutzen könnte. Das weißt Du aber er nicht.

Wir Projektoren dürfen lernen, umsichtig und achtsam zu agieren.

Der smarte Weg des Projektors zur Führung

Vertrauen aufbauen, erst einmal gute Arbeit leisten, Du weißt, unsere Signatur ist Erfolg, also geben wir eh immer das Allerbeste – selbst in Jobs, die wir gar nicht mögen, einfach weil es der Anspruch an uns selbst ist.

Hast Du dann noch die 1er Linie in Deinem Profil – bist also die wandelnde Bibliothek – dann bist Du eh gut in allem, was Du tust. Bist Du dazu noch ein Energieprojektor, dann bist Du auch noch der oder die Schnellste in allem, was Du tust. Wer sieht das schon gern?

Deine Arbeitskollegen? Nein, bestimmt nicht. Dein Chef? Ja – aber nur, weil er Dir so noch mehr aufbürden kann in dem Wissen, dass Du es eh schaffst.

Lass uns also lieber unsere Strategie und Autorität leben und unsere tiefen und breiten Kenntnisse, unsere Art alles zu durchdringen, weise einsetzen und so die sanfte Führung übernehmen. So sanft, dass andere sich gar nicht geführt fühlen. Auch dies ist eine unserer Stärken, vorausgesetzt wir leben sie im positivsten Sinne unseres Seins.

your mighty

Elke von Human Design Management

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